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Citypastoral

Seelsorge mitten im Bonner Leben


Bonner Münster

Citykirche & Europäisches Monument

 

03.10.2011 | Stadtdekanat

 

Mitgemacht und angenommen
 

Kirchen ziehen positive Bilanz des Deutschlandfestes und NRW-Tages

 

 

Für Bonn waren die dreitägigen Feiern zum Tag der Deutschen Einheit und zum 65-jährigen Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen ein Fest der Superlative, für die Besucher, die möglichst viele Programmpunkte auf dem 140.000 Quadratmeter großen Festgelände miterleben wollten, eine echte Herausforderung. Inmitten des Festtagstrubels setzten die Kirchen mit ihren „Oasen der Ruhe“ ein Zeichen, das von vielen wahr- und nur zu gerne angenommen wurde.
 

Tolle Atmosphäre – Weit über 500 Ehrenamtliche allein bei den Kirchen engagiert

Er ließ es nicht nehmen, die Orte, an denen die Kirchen in der City präsent waren, aufzusuchen und sich bei den Mitarbeitern persönlich zu bedanken: „Viele sind hier im Einsatz, damit andere feiern können – über dieses ehrenamtliche Engagement freue ich mich sehr“, betonte Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher bei einem Zwischenstopp in St. Remigius nahe des Bonner Marktplatzes . Weit über 300 Ehrenamtliche ermöglichten die Angebote an insgesamt sieben ökumenischen „Begegnungsorten der Kirchen“ an den drei Festtagen. Weitere 200 Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker aus Bonn und der Region machten den zentralen Festgottesdienst zur deutschen Einheit am Montagmorgen in der Kreuzkirche, live übertragen in der ARD, zu einem Höhepunkt der Feierlichkeit.


„Als Kirchen haben wir eine gute Alternative zum Festtagstrubel angeboten“, so Superintendent Eckart Wüster von der Evangelischen Kirche, „und unser gemeinsames Angebot ist aus meiner Sicht phantastisch geglückt“.

 

„Es muss eben nicht immer nur die laute Bühne sein, viele Besucher haben sich gern von uns einladen lassen und sich viel Zeit genommen“, hat Pater Gerd Hemken erfahren: „Nach einem zunächst etwas zögerlichen Beginn hat sich das bombastisch gut entwickelt, Café und Ausstellungen im Kreuzgang von St. Remigius waren ebenso gut besucht wie die stündlichen Tagzeitliturgien und Musikveranstaltungen am Abend“.


Die gute Zusammenarbeit der Kirchen zu diesem Fest, vom Fernsehgottesdienst bis zum Programm für die Besucher, setze „einmal mehr ein ökumenisches Ausrufezeichen mit Ausstrahlung weit über Bonn hinaus“, so der evangelische Pressepfarrer Joachim Gerhardt.

 

„Wenn man in Bonn ist, sollte man auch das mitnehmen, was die Stadt zu bieten hat“, mag sich auch der Apostolische Nuntius in Deutschland gesagt haben, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, dessen Vorgänger als Botschafter des Vatikans lange in Bonn residierten und der bereits am Vorabend des offiziellen Festaktes zum Tag der Deutschen Einheit nach Bonn gekommen war – ganz privat und gemeinsam mit Stadtdechant Wilfried Schumacher erfreute er sich zu später Stunde am „Evensong“ in St. Remigius.

 

„Schön, dass wir das Collegium Albertinum nutzen durften“, freute sich Bernward Siemes, der mit einem geistlichen Parcours vor allem Jugendliche zu einer Beschäftigung mit dem Glauben einladen wollte. „Viele, die sich die Architektur des sonst nur Priesterschülern zugänglichen Gebäudes anschauen wollten, haben sich dann auch die Zeit für unseren Parcours genommen“. Diese kleine Auszeit vom Trubel gönnte sich beispielsweise auch Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch, der die Angebote der Kirchen als „wohltuend und bereichernd“ empfand.

 

Spaß und Fröhlichkeit boten die Aktionen der Bonner Caritas, ohne einen ernsten Hintergrund auszublenden. „Ganz begeistert von der Kreativität der Kinder“ etwa zeigte sich Projektleiter Hartmut Genings: „Das Recht auf eine saubere Umwelt, das Recht auf Nahrung, Kleidung und ein liebevolles Zuhause wurde auf unseren Himmelsleitern für Kinderrechte genauso vermerkt wie das Recht auf einen eigenen Hund und nette Lehrer“.

 

Dem erklärten Ziel, diese Ideen und Vorstellungen der Kinder in den politischen Dialog einzubringen, kam die Caritas noch vor Ort einen guten Schritt näher – NRW-Justizminister Thomas Kutschaty und Professor Klaus Schäfer, Staatssekretär im Familienministerium, waren nur zwei der vielen politischen Besucher, denen die Kinderrechte ein Anliegen waren.

 

Als „entspannt, begeistert und guter Laune“, empfand Ingrid Schulze, pädagogische Mitarbeiterin bei der Familienbildungsstätte jene Besucher, die mit ihren Kindern zum Wickeln, Füttern und Durchatmen in die „Familienoase“ in der Lennéstraße und zum Vorplatz der Schlosskirche kamen.


Einziger Wermutstropfen aus Sicht der Verantwortlichen im Bonner Münster: Zeitweise wurde die Basilika geschlossen, weil den Besuchern mit der wiederholten Sperrung des Münsterplatzes auch der Zugang zum Gotteshaus verwehrt blieb und Besucher und Helfer in der Basilika von der Lärmbelastung einiger musikalischer Darbietungen stark beeinträchtigt wurden.
 

Weiter Infos unter www.kath-bonn.de und www.bonn-evangelisch.de

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 13.05.2012