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15.09.2011 | Bonner Münster
Mit Genuss gutes tun
Bonner Münster-Stiftung präsentiert die Stiftsherrenedition 2011
Seit dem 17. Jahrhundert steht im Bonner Münster ein Altar, der dem Hl. Urban, dem Patron der Winzer gewidmet ist, der sogenannte Krippenaltar – übrigens ein Geschenk der Weinbergpächter. Er erinnert bis heute an das Bonner Cassius-Stift, welches im Mittelalter eines der bedeutendsten, mächtigsten und reichsten Stifte am Mittelrhein war. Es besaß Weinberge an Ahr, Rhein und zeitweise auch an der Mosel. Der Schenk des Stiftes hatte ursprünglich den Stiftsherren (Kanonikern) den Wein auszuschenken. Nach einer um 1600 verfassten Handschrift sollte er ihnen an insgesamt 23 hohen Festtagen zusammen rund 700 Liter Wein reichen. Für die höheren Ämter des Stiftes war festgelegt, wie viele hundert Liter Wein zu ihren jährlichen Einkünften zählten. An diese Tradition wollen wir mit unserer Stiftsherren-Edition erinnern. In diesem Jahr präsentiert die Bonner Münster-Stiftung und der Bonner Münster-Bauverein wieder zwei Weine und erstmals einen Sekt.
Kapitellchen Wir präsentieren eine besondere Abfüllung aus dem Weingut Brogsitter an der Ahr. Das „Kapitellchen“ mit einem Kapitell aus dem Kreuzgang des Münsters auf dem Etikett wird nur in einer limitierten Flaschenzahl abgefüllt. In diesem Jahr haben wir eine 2009er Cuvée ausgewählt. Eine Cuvée ist die Komposition verschiedener Rebsorten zu einem Endwein. Besonders rote Bordeauxweine und Champagner bestehen aus einer Cuvée. Das „Kapitellchen 2011“ besteht aus roten Ahrtrauben mit Schwerpunktanteil von Spätburgunder. Die klassische Maischegärung vermittelt die Intensität des Ahrweins und schafft ein Bukett von feiner schwarzer Beerenfrucht und Andeutung würziger Wildkräuter-Aromen. Diesmal ziert ein Kapitell mit Tieren das Etikett. Wahrscheinlich ein Hinweis auf den Waldbesitz des Stiftes, in dem auch Tiere gejagt wurden. Auf dem Etikett finden Sie auch das Wappen des Cassius-Stiftes. Darin zwei Drachen, die auch an eine berühmte Besitzung des Stiftes erinnern: Der Drachenfels. Dieser wurde nach Fertigstellung des Bonner Münsters an das Domkapitel in Köln verkauft, damit man dort mit dem Bau des neuen Doms beginnen konnte. [PDF]
„Schöpfung“ Für die Liebhaber des Weiß-Weins bieten wir wieder einen Grauburgunder an. Unsere Wahl fiel auf eine 2010er Abfüllung aus Baden. Wir nennen ihn „Schöpfung“. Auch hier ist das Etikett etwas Besonders: ein Ausschnitt aus dem Schöpfungszyklus in den Kirchenfenstern der Apsis des Münsters. Der Grauburgunder (in Frankreich Pinot gris, in Italien Pinot grigio) ist auch eine Rebsorte der Burgunderfamilie. Neben Italien ist Deutschland das Hauptanbaugebiet. Hier vor allem auch in Baden, wo wir bei der Winzergenossenschaft Laufen auf der Suche nach einem Wein für unsere Edition fündig wurden.
NEU – „Münstergold“ Blanc de Noir entsteht durch ein Verfahren, das man auch in der Champagne verwendet. Die roten Spätburgundertrauben werden sehr schonend und mit größter Sorgfalt gepresst, der Saft sofort von den Beerenhäuten getrennt. Auf diese Weise gelangen die roten Farbpigmente aus den Beerenschalen nicht in den Most. Das Ergebnis dieses Kelterverfahrens: ein heller, leicht cremefarbener Sekt mit der geschmacklichen Kraft des roten Spätburgunder. Die Weine und der Sekt werden unter einem gemeinsamen Label „Stiftsherren-Edition“ verkauft. [PDF]
Mit Genuss Gutes tun!
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