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30.06.2011 | Bonn

 

Bemüht Euch um das Wohl der Stadt

 

"Rat der Religionen" in Bonn gegründet

 

 

Im Sternzimmer des Alten Rathauses trat am 30. Juni 2011 der "Rat der Religionen" zusammen. Vertreter der christlichen Kirchen, der jüdischen Synagogengemeinde, des Rates der Muslime, der Buddhisten und des Bahá'i-Forums trafen sich unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch.

 

Sie verständigten sich miteinander darauf, dass der Rat der Religionen die Verständigung zwischen den Religionen fördern möchte und sich für ein friedliches Miteinander in Bonn einsetzen will. Gemeinsam will er dazu beitragen, die Kenntnisse über Religionen zu vertiefen und den interreligiösen Dialog zu stärken. "Der Rat der Religionen lehnt religiösen Extremismus und Fanatismus entschieden ab", formulieren sie eindeutig in ihrer Gründungserklärung.

 

Die Religionsvertreter sind sich einig: "Der Rat der Religionen soll insbesondere eine Kommunikationsplattform sein und als solche Kontakt und Austausch untereinander ermöglichen und intensivieren. Er kann gemeinsame Aktivitäten initiieren und durchführen. Der Rat der Religionen greift auch aktuelle Themen und Fragen auf sowie Probleme, die aus Religionsgemeinschaften oder von außen an ihn herangetragen werden. Er bemüht sich um Lösungen und um Verständigung."

 

Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher dankte dem Oberbürgermeister, dass er der gemeinsamen Bitte von Superintendent Wüster  und von ihm entsprochen und diesen Rat der Religionen einberufen habe.

 

Der größte Teil der Einwohner unserer Stadt, so der Stadtdechant, rechne sich einer der großen Religionen zu. Es gebe inzwischen zahlreiche bilaterale Gespräche zwischen den Konfessionen und Religionen; aber der Rat der Religionen könne helfen, gemeinsam unter dem Vorsitz des Herrn Oberbürgermeisters zu beraten, was man für das Wohl der Stadt tun könne.

 

"Bemüht euch um das Wohl der Stadt", zitierte Schumacher das Wort des alttestamentlichen Propheten Jeremia. "Es gilt für uns, gemeinsam mit den anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften und ich bin so vermessen, zu sagen, für alle glaubenden Menschen in dieser Stadt."

 

Der Rat soll zwei Mal im Jahr tagen und die in Bonn aktiv vorhandenen Religionsgemeinschaften widerspiegeln, zugleich aber von überschaubarer und somit arbeitsfähiger Größe sein.

 

"Grundlage für die Zusammenarbeit, so heißt es in der Erklärung, ist ein respektvoller und fairer Umgang untereinander. Über Stellungnahmen, Vorhaben und Aktivitäten wird einvernehmlich entschieden. Mehrheitsentscheidungen können nicht gefällt werden."

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 13.05.2012