kath-bonn.de

Die katholische Kirche in Bonn

Startseite | Stadtdekanat | Bonner Münster | Erzbistum Köln

Pressestelle & Medienportal

Startseite | Meldungen | Fotos | Verweise | Akkreditierung | Kontakt | facebook | YouTube

Citypastoral

Seelsorge mitten im Bonner Leben


Bonner Münster

Citykirche & Europäisches Monument

 

12.05.2011 | Bonner Münster

 

Vertrauensvoll und konstruktiv

 

Runder Tisch der Katholischen Kirche in Bonn

  • ACHTUNG: Zwischen 12:30 und 13:00 steht Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher für Interviews bereit (Münster-Carré, Gangolfstraße 14, 0228/98588-42)

  • Archiv

Der Einladung des Erzbistums Köln und des Stadtdekanates Bonn blieb niemand fern: Leitende Pfarrer und Delegierte aller 13 Bonner Seelsorgebereiche und Vertreter der Erzdiözese folgten trafen sich am Mittwochabend (11. Mai) am „Runden Tisch“. Bei dem mehrstündigen Treffen im Bonner Münster-Carré kamen Probleme, Herausforderungen und Konflikte in einzelnen Seelsorgebereichen, aber ebenso allgemeine Fragen zur künftigen Arbeit der katholischen Kirche in Bonn zur Sprache. Auch in einer so großen Runde und in dieser Thematik werde das Gespräch Fortschritte bringen, zeigte sich Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher zu Beginn des Treffens überzeugt, denn schließlich verbinde alle Seiten das Bemühen um die Nachfolge Jesu und die Liebe zur Kirche – auch wenn man „für manche Fragen unterschiedliche Lösungsvorschläge“ habe.

 

Bei den seit Monaten schwelenden Konflikten innerhalb der Bonner Seelsorgebereiche geht es vor allem um die Mitspracherechte der Pfarrgemeinderäte. Diese Gremien wünschen sich vom Erzbistum einen von Wertschätzung und Transparenz geprägten „Dialog auf Augenhöhe“ auch bei Personalentscheidungen und der 2007 eingeleiteten Strukturreformen. Der Runde Tische sollte bereits am 1. April zusammenkommen, war aufgrund von Terminschwierigkeiten jedoch kurzfristig vertagt worden.

 

Das Gespräch am Mittwochabend sei von „einer sehr offenen, vertrauensvollen und konstruktiven Atmosphäre geprägt“ gewesen, so das Fazit von Stadtdechant Schumacher. Die Ängste vieler Seelsorgebereiche seien benannt worden und gleichzeitig hätten die Vertreter des Erzbistums signalisiert, dass sie in Zukunft anders mit solchen Konflikten umgehen bzw. sie im Vorfeld vermeiden wollen. Dazu gehören Beteiligung in Besetzungsverfahren, Transparenz der Entscheidungen und Begleitung bei der Erarbeitung pastoraler Konzepte.

 

Geleitet wurde die Gesprächsrunde von zwei externen Moderatoren: Ulla Stollenwerk von der Diözesanstelle für pastorale Begleitung beim Erzbistum Köln, sowie Burkhard Severin vom Institut für systemische Organisationsentwicklung in Königswinter, der bereits den Runden Tisch zum „Bonner Loch“ sowie zur Kinder- und Familienarmut in Bonn moderierte. Für das Erzbistum Köln waren Weihbischof Dr. Heiner Koch sowie die stellvertretenden Generalvikare Prälat Dr. Stefan Heße (Hauptabteilung Seelsorge-Personal) sowie Prälat Hans-Josef Radermacher (Hauptabteilung Seelsorgebereiche) ins Münster-Carré gekommen, um mit den rund 50 Vertretern der Bonner Seelsorgebereiche zu diskutieren.

 

Vertreter der Pfarrgemeinden äußerten im Gespräch erneut ihre Sorge angesichts der Entstehung von „XXL-Seelsorgebereichen“, in denen die Nähe zur Kirche verloren gehen könne und wünschten sich mehr Zeit für Veränderungsprozesse, eine stärkere Einbeziehung der Menschen und Gremien vor Ort sowie eine bessere Information und mehr Transparenz innerhalb der Kirche.

 

Das Erzbistum sei weiterhin um einen Dialog bemüht, betonte Weihbischof Koch; sowohl in der Kommunikation als auch strukturell müsse aber sicher einiges geändert werden. Der eigentliche Auftrag der Kirche, die Verkündigung der Botschaft Jesu, sei angesichts der medialen Berichterstattung über Probleme und Konflikte „kaum noch möglich“; Enttäuschungen und Verletzungen gebe es auf beiden Seiten. „Untereinander, vor Ort und auch in Köln haben wir aus den vergangenen Monaten hoffentlich gelernt“, zeigte sich Koch dennoch zuversichtlich.

 

Auch Prälat Heße räumte im Fall des Bonner Pfarrverbandes „Am Ennert“ Fehler auf Bistumsseite sowie eine mangelnde Beteiligung der zuständigen Laiengremien ein. Zwischenzeitlich sei dort jedoch eine „inhaltlich gute Lösung gefunden worden“. Die verbrieften Rechte der Pfarrgemeinderäte sollten „in keiner Weise in Frage gestellt werden“, betonte Prälat Heße. Auf Bistumsebene sei ein standardisiertes Verfahren auf den Weg gebracht worden, dass bei künftigen Vakanzen in einer Pfarrei greife – brieflich werde vor Ort eine Entscheidungshilfe erbeten, um eine „möglichst große Deckung zwischen Stellen- und Personalprofil“ zu erreichen.

 

Ganz bewusst hatten die Teilnehmer zu Beginn der Runde Vertraulichkeit vereinbart, um einen „offenen und angstfreien Dialog“ (Burkhard Severin) zu ermöglichen. Ein weiteres Treffen des Runden Tisches wurde zunächst nicht vereinbart, doch bekundeten die Bistumsvertreter ihren Wunsch, an einem Treffen der Vorsitzenden aller Bonner Pfarrgemeinderäte teilnehmen zu wollen, zu dem der Bonner Katholikenrat im Dezember diesen Jahres einladen wird.

 

Der Bonner Katholikenrat wurde bei dem Treffen aufgefordert, den begonnenen Dialogprozess weiterzuführen. Der lokale Konflikt in Bad Godesberg „wollte und konnte“ nach Aussage des Stadtdechanten am Mittwochabend nicht gelöst werden. „Die Tatsache aber, dass die Konfliktbeteiligten nach der Sitzung noch länger miteinander sprachen, lässt hoffen, dass die gute Atmosphäre der Veranstaltung dazu beigetragen hat, hier weitere Gespräche zu führen“, so Wilfried Schumacher.

 


Pressefotos


Archiv

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

© Bonner Münster | Rechtliches | Impressum | Kontakt

Letzte Aktualisierung: 13.05.2012