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01.05.2011 | Bonner Münster
Gedenkplatte für Johannes Paul II. gesegnet
Nuntius feiert Dankmesse mit hunderten Menschen im Bonner Münster Einen Ort zur Verehrung des neuen Seligen der Katholischen Kirche, Papst Johannes Pauls II., bietet das Bonner Münster: Am Abend der Seligsprechung des verstorbenen Papstes (Sonntag, 1. Mai 2011) enthüllten der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset, und Stadtdechant Monsignore Wilfried Schumacher eine Gedenktafel, die an den Bonn-Besuch des Pontifex im November 1980 erinnert.
Nahezu 1.000 Bonner Bürger nahmen an dem feierlichen Pontifikalamt im Bonner Münster teil, in dessen Anschluss das in der Krypta der päpstlichen Basilika minor enthüllte Relief gesegnet wurde; unter den Ehrengästen waren Bonns Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch und sein Amtsvorgänger Dr. Hans Daniels.
In seiner Predigt erinnerte Erzbischof Périsset an die zentrale Botschaft des seliggesprochenen Pontifex: „Habt keine Angst, öffnet die Türen weit für Christus“. Mit seinem Leben und Leiden habe der 2005 verstorbene Papst Menschen in allen Teilen der Welt ermutigt, für ihren Glauben einzustehen und könne auch den Menschen heute als Ansporn für den eigenen Lebensweg dienen, so der Erzbischof.
Die Gedenktafel zeigt Johannes Paul II. im stillen Gebet vor dem Schrein der Stadtpatrone Cassius und Florentius, der beim Besuch des Papstes vor 31 Jahren aus dem Münster herausgetragen worden war. Die Visite des Kirchenoberhauptes in Bonn hatte unter großer Anteilnahme der Bevölkerung stattgefunden – seinerzeit hatten sich rund 20.000 Menschen auf dem Münsterplatz versammelt, um gemeinsam mit dem Papst zu beten.
Diese Anteilnahme der Bonner im Blick hatte Münster-Pfarrer Msgr. Schumacher die Gestaltung der Gedenktafel in Auftrag gegeben. „Weil ich weiß, dass viele Menschen – auch bei uns in Bonn – diesen neuen Seligen verehren, war es mir ein Anliegen, jenen Moment festzuhalten und so einen Ort seiner Verehrung anzubieten“, sagte der Stadtdechant in seiner Ansprache. Von seinem Platz in der Krypta aus wird der kniende Papst in Richtung des Schreins der Stadtpatrone schauen, so wie es am Abend des 15. Novembers 1980 gewesen ist.
Das Relief des neuen Seligen wurde von Schwester Christophora Janssen geschaffen, die im Kloster St. Hildegard oberhalb von Rüdesheim lebt und arbeitet. Die 1965 geborene Künstlerin war Stipendiatin des Cusanuswerkes und ihre Arbeiten werden seit Mitte der 1990er Jahre im In- und Ausland ausgestellt. Im näheren Umkreis von Bonn hat die Benediktinerin etwa für die Abtei Maria Laach Großplastiken, Reliefs und Skulpturen geschaffen.
„In Schwester Christophora habe ich eine Künstlerin gefunden, die den Besuch des Papstes in hervorragender Weise umgesetzt hat", beschreibt Msgr. Schumacher die Arbeit der Benediktinerin: „Man sieht den betenden Papst, der gleichsam das Bonner Münster auf seinen Schultern trägt, man sieht die Bonnerinnen und Bonner, die ihn umgeben. Man erkennt Gesichter, aber keine einzelnen Menschen. So kann sich jeder und jede, die damals dabei waren auf dieser Tafel verewigt sehen.“
Pressefotos (N. Bach/Bonner Münster)
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