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01.02.2011 | Bonner Münster
Seit fünf Jahren: Kreuz und Krone auf dem Münster-Turm
Der 2. Februar 2006 war für das Bonner Münster ein besonderer Tag: der 85 Meter hohe Vierungsturm der Basilika erhielt eine einzigartige Bekrönung. Ein Schwerlastkran hievte den 500 Kilogramm schweren und fünf Meter hohen Aufsatz, bestehend aus Kreuz, Märtyrerkrone und Kugel auf die Kirchturmspitze. Vorher hatte Stadtdechant und Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher das neue "Wahrzeichen" aus der Werkstatt des Meisters Sebastian Hoppen gesegnet. Viele Bonnerinnen und Bonner waren damals Zeugen dieses Ereignisses.
Wo andere - meist katholische - Kirchtürme mit Kreuz und Wetterhahn ihren
Abschluss finden, thronte in Bonn lange Zeit ein schmuckloser, vierzackiger
Blitzableiter - von manchen Beobachtern auch als moderne Kirchturmkunst
missverstanden. Die Bonner Münster-Stiftung hatte sich dafür eingesetzt, diese
Situation zu ändern und dem Hauptturm der päpstlichen Basilika wieder zu einem
würdigen Abschluss zu verhelfen. Die Gelegenheit war einmalig: durch das Gerüst
für die Dachdecker-Arbeiten gab es einen Zugang zur Turmspitze.
Die große Krone mit einem Durchmesser etwa 1,50 Meter aus vergoldeter Kupfer- und Bronzelegierung ist ein deutliches Zeichen, dass die über 850 Jahre alte Kirche im Herzen Bonns über den Gräbern der Märtyrer Cassius und Florentius errichtet worden ist.
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