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29.08.2009 | Bonner
Münster
Den Organisten auf
die Finger geschaut und Astronauten im Münster entdeckt
„So geht
katholisch“ erzeugte viel Begeisterung und positives Echo
Manch einer musste etwas länger suchen, um die Astronauten oder
die erste Herztransplantation im Bonner Münster zu entdecken. Die Citypastoral
hatte zum Abschluss der Ausstellung „So geht katholisch“ zu einem Tag der
offenen Münsterorgel eingeladen. Nach viernzen Tagen konnten die Organisatoren
ein äußerst positives Echo auf Ausstellung und Rahmenprogramm verzeichnen.
Spanische Trompeten im Bonner Münster
Ausnahmsweise durften beim Tag der offenen Münsterorgel Interessierte die
Königin der Instrumente aus aus der Nähe betrachten und hören. Die Organisten
ließen sich dabei nicht nur auf die Finger schauen, sondern gewährten auch
Einblicke in das Innenleben der großen Klais-Orgel. Anschaulich erklärten sie
den Weg von der Taste bis zum Ton aus der Orgelpfeife. Für viel neu waren die
unterschiedlichen Formen der Pfeifen und Klangfarben: Spanische Trompeten,
Zimbeln und Posaunen. Erstaunt waren die Besucher über die unendlich mehr als
1000 Kombinationsmöglichkeiten der 64 Register und interessanten Klangwelten der
Münsterorgel. Und immer wieder konnte man die wachsende Begeisterung auf den
Gesichtern erkennen, wenn die Organisten Markus Karas und Stefan Bodemann mit
vollem Werk spielten und nahezu alle der 5112 Orgelpfeifen erklangen.
Viel positives Echo zu „So geht katholisch“
Zwei Wochen lang zeigte die Citypastoral Bonn die Ausstellung „So geht
katholisch“. Auf neun blau beleuchteten Plexiglasscheiben wurden Riten, Symbole
und Gesten der katholischen Liturgie dargestellt und erklärt. Kaum eine Aktion
der Vergangenheit fand so viel positives Echo, weshalb man mit dem Druck des
Infomaterials kaum nachkam. Vor allem kirchenferne Besucher des Münsters waren
dankbar, zu erfahren wann und warum man im Gottesdienst steht oder sitzt, worum
es in der Beichte geht und was das rote Licht in der Kirche bedeutet. „Das war
echt missionarische Arbeit.“, so Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher.
Astronauten und eine Herztransplantation
Zur Orgel gehört aber auch die Verpackung. Der Prospekt der Münsterorgel gilt
als einer der größten figürlich geschnitzten Orgelprospekte Europas. Hierin
konnten die Besucher auch einige ungewöhnliche Bewohner kennenlernen:
Astronauten, Herzchirurgen, Häftlinge und sogar eine nackte Frau, die Manfred
Saul in den 60er Jahren hineinarbeitete. Bei näherem hinsehen zeigt sich das
imposante Schnitzwerk als stilisiertes Schiff. „Wie der Wind in den Segeln ein
Boot antreibt, braust er auch durch die Pfeifen der Orgel“, so Münsterorganist
Markus Karas. Das Schiff symbolisiere die Menschen, die durch die Zeit segelt –
manchmal mehr, manchmal aber auch weniger harmonisch.
Erstmalig hinter den Kulissen
Bereits am ersten Samstag (22.09.2009) nutzten hunderte staunender Besucher die
Chance zum ersten Mal „Backstage“ im Bonner Münster Messgewänder bewundern,
Weihrauch riechen oder einen Blick in die Schaltzentrale werfen zu dürfen. Wo
normalerweise nur Priester und Ministranten Zugang haben, öffneten sich beim
„Tag der offenen Sakristei“ die schweren Eisentüren für das interessierte
Publikum.
Fremdgewordene Riten wieder ins Leben holen
„Dadurch, dass den Menschen viele Riten, Traditionen und Bräuche fremd geworden
sind, verlieren sie auch den Zugang.“, so Münsterpfarrer Msgr. Wilfried
Schumacher, der sich über den Zulauf sehr freute, auf die Frage nach dem Grund
für diese Aktion. „Mit Ausstellung und offener Sakristei ergreifen wir die
Chance, diese Symbole wieder zu verdeutlichen und ins Leben der Menschen
zurückzuholen.“
Informationen für
die Öffentlichkeit:
Weitere
Informationen zur Ausstellung:
Pressefotos
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Klais-Orgel im
Bonner Münster
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Immer wieder sind
die Besucher von Orgel und Prospekt beeindruckt
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Orgelführung mit
Stefan Bodemann

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Münsterorganist
Markus Karas nimmt führt den Ton direkt an der Pfeife vor
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Orgelfürhung mit
Markus Karas

Audio
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