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31.12.2008 | Stadtdekanat

 

Jeder Mensch ist einzigartig kostbar

 

Stadtdechant predigte zu Silvester für die Hoffnung

 

 

Zum Jahresabschluss feierten mehrere hundert Gläubige mit Stadtdechant Msgr. Wilfried Schumacher am Silvesterabend im Bonner Münster die heilige Messe. Pünktlich um Mitternacht läuteten alle acht Glocken des Münsters das neue Jahr ein.

 

In seiner Predigt mahnte Stadtdechant Msgr. Schumacher, dass angesichts der aktuellen Wirtschaftskrise und auch des eskalierenden Konfliktes in Israel auch die Hoffnung auf Friede und Glück im neune Jahr schnell sterben könne. Dem einzelnen Menschen helfen da auch nicht die Superstars und Sternchen: „Ob Handy-Verkäufer jetzt ein Startenor geworden ist oder ein Mundharmonika-Spieler Superstar, berührt mich kaum. […] Auf jeden Fall nicht so, dass wir daraus Hoffnung schöpfen könnten.“

 

Dagegen empfahl der der Geistliche einmal auf die guten Ereignisse des vergangenen Jahres zu schauen, um daraus Hoffnung für das nächste zu schöpfen. Er wies aber auch auf die Notwendigkeit der eigenen Wertschätzung hin und zitierte in den Zusammenhang Martin Buber mit den Worten „In jedermann ist etwas Kostbares, das in keinem anderen ist. Was aber an einem Menschen kostbar ist, kann er nur entdecken, wenn er sein stärkstes Gefühl, seinen zentralen Wunsch, das in ihm, was ein Innerstes bewegt, wahrhaft erfasst.“

 

Der Wert eines Menschen ermisst sich nicht aus den großen Leistungen oder Schlagzeilen. Denn „das, was wir wirklich sind, kommt am ehesten zum Ausdruck in dem, was wir geben: in unserem Lächeln, in einer Umarmung, einem Kuss, einem lieben Wort, einem Geschenk. In ihm ist das Kostbare, das wir in uns tragen, immer auch enthalten.“

 

Die Hoffnung auf ein persönlich gutes Jahr kann nur aus jedem selbst erwachsen, aus Liebe und Beziehung zu den Mitmenschen und zu Gott. „Ich bin gewiss, wer die guten Bilder in seinem Jahr aufspürt und seine eigene Kostbarkeit entdeckt, der kann optimistisch ins neue Jahr gehen – ihm werden auch die schlechten Nachrichten 2009 nichts anhaben können.“

 

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Letzte Aktualisierung: 06.09.2010