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Helden mit langer Haltbarkeit

Fest der Bonner Stadtpatrone 2008

Münster-Carré

 

05.10.2008 | Stadtdekanat

 

Stadtpatronefest 2008 feierlich eröffnet

 

Hunderte Menschen feierten die Stadtpatrone

Stadtdechant mit kritischen Worten zur Finanzkrise

 

 

Unter Fanfarenklang wurde am Sonntagabend die Festdekade zu Ehren der Bonner Stadtpatrone Cassius und Florentius eröffnet. Auf die Bitte des Bezirksbürgermeisters Helmut Kollig ließ Stadtdechant und Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher die Gruft zu den Gräbern der Heiligen in der Krypta des Münsters öffnen. Hierzu erschallten Fanfarenklänge und alle acht Glocken des Münsters läuteten. Die Bonner Stadtpatrone waren römische Soldaten, die in der Christenverfolgung unter Kaiser Diokletian den Märtyrertod gestorben sind. Zehn Tage lang hat man nun Gelegenheit, am Ende eines Pilgerwegs durch die Münsterbasilika auch in die Gruft hinunterzusteigen.

 

Vorher hatte der Stadtdechant in seiner Predigt kritische Worte zur gegenwärtigen Finanzkrise gefunden. Vor dem Hintergrund des Leitwortes der Festdekade „Helden mit langer Haltbarkeit“ sagte Schumacher, lange Zeit hätten die Menschen in den Banken als die Helden des Geldes gegolten, die anscheinend mit Summen umgehen konnten, die sich der Normalverdiener gar nicht vorstellen konnte. „Sie jonglierten mit dem Vermögen fremder Leute, handelten mit Produkten, die sie oft selbst nicht verstanden, angestachelt von der Gier der Anleger, immer noch mehr zu besitzen, immer noch mehr zu haben,“ stellte der Geistliche fest. „Solange das System funktionierte, waren sie hoch geachtet. Jetzt stehen nicht nur sie vor dem Zusammenbruch. Riskante Geschäfte reißen wie in einem Strudel immer mehr mit in die Tiefe.“

 

Andere Helden sind gefragt

Deshalb seien andere Helden gefragt, die Schumacher so beschrieb: „Menschen, die ihr Leben auf ganz unterschiedliche Weise meistern, die - oft bescheiden - allein aufgrund ihres persönlichen Einsatzes und ihrer Überzeugung wirken, die die eigene Kraft zum Wohle aller entfalten, die die eigene Begeisterung und Überzeugung nutzen, um als Vorbild für Andere zu dienen.“ Angesichts der Finanzkrise müsse man sich wieder an die katholische Soziallehre erinnern, die den Abbau ungerechter Strukturen mit dem Ziel sozialer Gerechtigkeit fordere.

 

Prozession aus Endenich

Noch vor der Festmesse begrüßte der Stadtdechant Gläubige aus Endenich. Sie hatten sich am frühen Abend getroffen, um betend in einer Prozession zu den Gräbern der Stadtpatrone zu pilgern. Mit ihnen kam auch Dechant Alfons Adelkamp, der mit Msgr. Schumacher den Eröffnungsgottesdienst zelebrierte.

 

Feierliche Eröffnungszeremonie

Im Anschluss an die Eucharistiefeier öffnete der Stadtdechant den neuen Schrein und ließ die Büsten der Stadtpatrone herausholen. Nach der feierlichen Prozession  wurden sie über dem Eingang zur Krypta aufgestellt, wo sie in den nächsten zehn Tagen zentraler Mittelpunkt des Pilgerweges sind. Dieser führt weiter hinab zur Gruft. Diese wurde auf Bitte des Bezirksbürgermeisters Helmut Kollig am Ende der Zeremonie geöffnet.

 

Weitere Informationen zur den 10tägigen Feierlichkeiten:


Weitere Meldungen zum Stadtpatronefest:

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 06.09.2010