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29.05.2008 | Stadtdekanat Bonn

 

Apostolischer Nuntius mit großem Interesse für die Seelsorge in der Bundesstadt

 

Erzbischof Dr. Jean-Claude Perissét besuchte heute Bonner Münster und Citypastoral

 

 

„Einen großen Reichtum für die Stadt“, nannte der Apostolische Nuntius, Dr. Jean Claude Périsset das Bonner Münster als er sich während seines Aufenthaltes in Bonn aus Anlass der UN-Konferenz von Münsterpfarrer Msgr. Wilfried Schumacher durch die Basilika führen ließ. Mehr noch als das Gebäude interessierten den Botschafter des Papstes aber die Pastoral in der Bundesstadt. Er nutzte sein Quartier im Münsterpfarrhaus auch um sich über die Seelsorge zu informieren.

 

Der Stadtdechant konnte ihm die Leiter der katholischen Institutionen vorstellen, die zufällig turnusmäßig bei ihm tagten. Große Anerkennung fand dabei die Arbeit der katholischen Ehe- Familien- und Lebensberatung. Dr. Elmar Struck überreichte dem Nuntius spontan den Jahresbericht seiner Einrichtung, der eigentlich für seine Kollegen bestimmt war. Sie stieß auf großes Interesse bei dem Päpstlichen Gesandten, der allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Stadtdekanat für ihre Arbeit dankte und sie ermunterte, „ihren wichtigen Dienst in der Nachfolge Jesu fortzusetzen“.

 

Ermutigung erfuhren auch die Mitarbeiterinnen im Münsterladen, dem Jean Claude Périsset einen Besuch abstattete. Ihn interessierte das Projekt der Cityastoral und er ließ sich vom Stadtdechanten und der Leiterin des Laden, Sabine Riedl erläutern, wie der Laden anders als andere Geschäfte in der Stadt geführt wird und seinen Platz in der Citypastoral einnimmt.

Schmunzelnd nahm er ein Kinderbuch zur Hand mit dem Titel „Warum der Papst rote Schuhe trägt?“, das als Geschenk zur Erstkommunion sehr gefragt war. Zu den Antworten, die der päpstliche Geheimsekretär in dem Buch gibt, konnte Nuntius Périsset noch die eine oder andere Anekdote aus eigenem Erleben mit Benedikt XVI. und seinem Vorgänger beisteuern.

 

Weitererzählen will der Botschafter des Papstes die Geschichte, die ihm Sabine Riedl von einem jungen Mann erzählte, der im Münsterladen einen Rosenkranz in Größe XL kaufen wollte. Wie jeder Rosenkranzkäufer erhielt er auch eine kostenlose Anleitung zum Rosenkranzgebet, die ihn veranlasste nach zwei Tagen wieder zu kommen, „weil er noch ein paar Fragen habe“. Dieses Beispiel zeige ihm, so der Nuntius, wie wichtig der Münsterladen für die Seelsorge sei. Man müsse jede Möglichkeit nutzen, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen und ein Zeugnis des eigenen Glaubens zu geben.

 

Bis Freitagmittag wohnt Jean-Claude Périsset noch beim Stadtdechanten. Dann fliegt er wieder zurück nach Berlin und die Fahne mit dem Päpstlichen Wappen, die am Martinsplatz für die Dauer sein Aufenthalte aufgezogen war, wird wieder eingeholt werden.

 

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Letzte Aktualisierung: 06.09.2010