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Citypastoral

Seelsorge mitten im Bonner Leben

Bonner Münster

Citykirche & Europäisches Monument

Helden mit langer Haltbarkeit

Fest der Bonner Stadtpatrone 2008

Münster-Carré

 

22.06.2007 | Stadtdekanat

 

Kirche investiert rund um das Münster

 

Umbau der Stiftsgebäude für das neue pastorale Zentrum

 

 

Die Tatsache, dass das Gebäude des Katholischen Centrums in der Fritz-Tillmann-Straße 11-13 für die Verwaltung der Stadtkirche zu groß geworden ist und einer größeren Investition, hat dazu geführt, dass eine Konferenz unter der Leitung des Herrn Generalvikars im September 1999 Ausschau hielt nach Alternativen. Als möglicher neuer Standort wurde das bisherige Kloster St. Remigius genannt.

 

Da das Projekt „Zukunft heute“ andere Prioritäten schafft (Unterbringung der Hochschulgemeinde), stieß der Vorschlag, ein Pastorales Zentrum am Bonner Münster unterzubringen auf die Gegenliebe des Generalvikars, der die Kirchengemeinde St. Martin aufforderte, in die Planungen dazu einzusteigen. Als Arbeitstitel trägt das Projekt den Namen „Pastorales Zentrum am Bonner Münster - Münstercarrée“

Jetzt liegen sowohl die städtische als auch die kirchliche Baugenehmigung vor. Am Montag beginnen die Bauarbeiten.

 

 

Aufgabe des Pastoralen Zentrums ist die geistliche und fachliche Unterstützung der haupt- und ehrenamtlichen Pastoralen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Stadtdekanat Bonn, insbesondere der Citypastoral.

 

Dies geschieht, indem wir sie dort:

  • geistlich inspirieren und begleiten

  • aus- und fortbilden

  • beraten und ermutigen

Es spricht Einiges dafür, die Umgebung des Bonner Münsters (Päpstliche Basilika minor St. Martin, St. Cassius und St. Florentius) zu einem Mittelpunkt der Stadtkirche zu machen, denn:

  • Das Bonner Münster ist ein europäisches Monument.

Das Münster war architektonisch offen zu den Kirchen in Köln und in Xanten, zur Maas und zu Burgund hin. Darin zeigt sich Weitblick an, Teilhabe an einer europäischen Bewegung, über alles Ortsgebundene hinaus. Das Münster „ist eben keine kleinbürgerliche Kirche, sondern ein europäisches Monument.“

  • Das Münster ist Keimzelle der Stadt

Nicht das römische Castell im Norden der Altstadt, sondern die Stiftskirche, die über den Gräbern der Märtyrer Cassius und Florentius erbaut wurde, ist die Keimzelle des mittelalterlichen und neuzeitlichen Bonns. Sie wird erstmals 691 urkundlich erwähnt. Von hier aus wuchs die Stadt.

  • Das Münster ist geistlicher Mittelpunkt der Region

Im Mittelalter war das Cassius-Stift und seine Kirche nicht nur wirtschaftlicher Bezugspunkt für die ganze Region, denn es hatte Besitzungen im Rheinland, bis hinein in die Eifel und den Westerwald. Vielmehr war es „einer der frühesten Kristallisationspunkte des Christentums in der Bonner Gegend“ Dies ist bis heute so geblieben. Als Mittelpunktkirche mit vielen Gottesdiensten, geistlichen Angeboten, aber auch kirchenmusikalischen Akzenten wird die Päpstliche Basilika minor "St. Martin, St. Cassius und St. Florentius" von den Menschen in der Region geschätzt.

  • Das Münster ist „Heimat“ für viele Menschen

Das Münster, „ein Juwel der sakralen Architektur“, ist Heimat für viele Menschen: Katholiken und Nicht-Katholiken, Christen und Nicht-Christen schätzen die Geborgenheit des Raumes, der romanische und gotische Architektur in gekonnter Synthese verbindet. Die vielen täglichen Besucher, die „en passant“ oder gezielt sich im Münster aufhalten, bestätigen dies. Als 2001 in einer Passantenbefragung die Frage gestellt wurde: „Stellen Sie sich vor, das Münster würde abgerissen. Was wäre Ihre Reaktion?“, stieß man unisono auf wenige Verständnis. Eine Antwort war „Das Münster ist mehr als ein Gebäude, das ist Bonn“.

Wenn wir die Einrichtungen der Stadtkirche und der Citypastoral um das Münster herum konzentrieren, bedeutet dies allerdings nicht nur, dass Ersatz geschaffen werden muss für die Verwaltungsräume in der Fritz-Tillmann-Straße und für die Versammlungsräume dort.

Wir können sie an dieser Stelle in ein Gesamtkonzept integrieren.

„Die Zeichen unseres Glaubens zum Sprechen zu bringen – das ist eine Aufgabe zu der es Phantasie und Einfallsreichtum braucht. Es wird auch nicht ganz ohne den Einsatz finanzieller Mittel gehen.“

Aus: Die deutschen Bischöfe, Missionarisch Kirche sein. Offene Kirchen – Brennende Kerzen – Deutende Worte, Bonn 2003 (= Nr. 72), S. 18.

 

Benötigt werden:

  1. Für die geistliche Inspiration und Begleitung

    1. Bonner Münster mit Krypta und Hochchor

    2. kleine Gesprächsräume in direkter Nachbarschaft.

  2. Für die Aus- und Fortbildung

    1. der Münstersaal mit einer Kapazität von rund 150 Personen in Stuhlreihen und 100 Personen an Tischen. Eine moderne Tagungstechnik und eine „Küche“, die die Catering-Belieferung unterstützt, machen den Raum als Tagungsraum mit dem angrenzenden Kreuzgang auch für Fremdnutzer interessant.

    2. die „Alte Rendantur“ / neu „Konferenz-Raum“ mit einer Kapazität von rund 25 Personen an Tischen.

  3. Für die Beratung und Ermutigung

    1. Büro für Pastoralreferent/in in der Citypastoral

    2. Verwaltung Citypastoral – Pressestelle

    3. Sharing-Büros, die abwechselnd genutzt werden können, von Referenten, die auf Stadtebene tätig, aber nicht dauernd präsent sind – als ihre Kontaktstelle in der Innenstadt. (z.B. Behindertenseelsorge, Ehe- und Familienseelsorge)

    4. Büro für die Fides

    5. Büro für Pastoralreferent/in Gemeindepastoral

    6. Kleiner Gesprächsraum für Einzelberatung, kleinere Gruppengespräche

Dies entspricht den Handlungsfeldern der Citypastoral, wie sie im 2004 vom Erzbischof genehmigten Konzept beschrieben sind: „Kontakt, Information und Begegnung“, „Gesellschaft, Bildung, Kultur“ sowie „Spiritualität“.

 

 

Hinzu kommen für das Schulreferat, das in Bonn eine umfangreiche Mediothek hat:

  • Büro für den/die Schulreferenten/in

  • Referenten/in für Schulpastoral

  • Sekretariat und Mediothek

 

Ein „Front-Desk“ im Erdgeschoss, eine erste Anlaufstelle für das Publikum, wird vom Foyer der Citypastoral mit wahrgenommen werden.

 

Die Päpstliche Basilika minor "St. Martin, St. Cassius und Florentius" - Bonner Münster und die alten Stiftsgebäude würden so zu einem hervorragenden Ort der Citypastoral und der Stadtkirche.

 

Wir wollen zudem das Münster in seiner umfassenden spirituellen, aber auch kunsthistorischen Bedeutung sowohl den Bonnern als auch den Touristen neu erschließen.  Dabei soll der Kreuzgang als Bindeglied zwischen „draußen“ und „drinnen“ genutzt werden.

 

„Die Kirchengebäude und der Kirchenraum öffnen die Welt auf die Transzendenz Gottes hin. Die Menschen bedürfen solcher Stellen, die den Himmel offen halten. Die Kirchen unterscheiden sich von ihrer Umwelt und sind doch nicht von ihnen zu trennen. Ein Heiligtum ohne jeden Weltbezug ist christlich gar nicht möglich. Der Gläubige, der die Kirche betritt, bringt seine Welt mit, die er mit der gleichsam künstlerisch ‚geronnenen’ und im Kirchenraum sinnlich-symbolisch gespeicherten Glaubenserfahrung früherer Generationen verbinden kann.“

 

Die deutschen Bischöfe, Missionarisch Kirche sein. Offene Kirchen – Brennende Kerzen – Deutende Worte, Bonn 2003 (= Nr. 72), S. 14

 

Der Kreuzgang, wohl der besterhaltene romanische Kreuzgang nördlich der Alpen, wurde im 12. Jahrhundert von Gerhard von Are anstelle eines älteren erbaut. Hier sammelten sich die Stiftsherrn vor den feierlichen Gottesdiensten; hier hielten sie ihre Prozessionen, hier erholten sie sich und hier bestatteten sie ihre Toten. Sie gingen über ihre Gräber und wussten “mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen”. In den Gebäuden über dem Kreuzgang wohnten Mitglieder des Stiftes, hier wurde aber auch der umfangreiche Wirtschafts- und Verwaltungsbetrieb abgewickelt. So war der Kreuzgang ein Bindeglied zwischen „draußen“ und „drinnen“, zwischen Welt und Gotteshaus, zwischen Gottesdienst und Weltdienst, Kontemplation und Aktion. Der Kreuzgang bietet sich an, wenn es darum geht, die genannte Idee zu verwirklichen.

 

Die Notwendigkeit der Verlegung des Abwasserkanals schafft die Möglichkeit, von der Gerhard-von-Are-Straße aus einen neuen Zugang zum Kreuzgang zu schaffen.

Dieser schafft den Besuchern des Münsters und des Kreuzgangs einen direkten Zugang zu geistlicher Literatur und Devotionalien.

Vor allen Dingen aber: Die alte Garage in der Gerhard-von-Are-Straße würde abgerissen und die Rückwand der Stiftsgebäude sichtbar – eine Maßnahme, die von der Denkmalpflege sehr begrüßt wird.

Denn die Südseite des Kreuzgangs stammt aus den Jahren um 1050 und Sie wurde 1911 restauriert. Deutlich zu sehen sind die unregelmäßigen viereckigen Tuffsteine aus dem Maria Laacher Raum. Die ganz oder teilweise erhaltenen rundbogigen Fenster des ursprünglichen Obergeschosses wurden 1150 bei der Einwölbung des jetzigen Kreuzgangs zugemauert, die ganze Mauer erhöht.

Dieser älteste Teil des gesamten Carrées würde durch den Entwurf einer neuen Eingangs“halle“ für Laden und Kreuzgang wieder sichtbar. Der Kreuzgang verliert an dieser Stelle seinen Hinterhofcharakter.

„Es gibt Hinweise darauf, dass Menschen an außergewöhnlichen und nichtalltäglichen Orten und Zeiten deutlicher und mehr Kontakt zur Kirche suchen, als unter den Bedingungen des Alltagslebens.“

Aus: Die deutschen Bischöfe, Missionarisch Kirche sein. S. 12.

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Dokumente


Pressefotos & Grafiken

  • Ansicht und Modell des neuen Foyers

     

  • Neuer Eingang zum Münsterladen von der Gerhard-von-Are-Straße aus

 

 

 

 

 

 

 

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Letzte Aktualisierung: 06.09.2010