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Damit soll an die ursprüngliche Gestalt des bei den
Kindern beliebten Heiligen erinnert werden. Dieser war Bischof in der heute in
der Türkei liegenden Stadt Myra und hat mit dem rot-weißen Weihnachtsmann nichts
gemein, der in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts von den Coca-Cola
Werbeleuten erfunden worden ist. Über den „Münster-Laden“ vertreibt die
Citypastoral den „wahren Nikolaus“ – verbunden mit einer Arbeitshilfe, die auch
Eltern und Großeltern helfen soll, den Heiligen in seiner ursprünglichen Gestalt
den Kindern wieder nahe zu bringen.
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Sein Tag ist bei vielen mit schönen Erinnerungen
verbunden: Am 6. Dezember besucht Sankt Nikolaus die Kinder. Das
Gedenken an den Bischof von Myra ist katholischen Ursprungs; Luther
hatte versucht, es abzuschaffen. Das Fest gehört aber noch heute zum
festen Brauchtum in katholischen Gemeinden. Der Nikolaus kommt zu den
Kleinen und befragt sie, ob sie denn "auch immer brav gewesen" sind.
Knecht Ruprecht, Begleiter des heiligen Mannes, wedelt bedrohlich mit
einer Rute, aber letztlich bekommen die Kinder das, was sie sich
erhoffen: Süßigkeiten und Geschenke. Früher war Nikolaus der Tag der
Geschenke, ähnlich wie es noch heute weitgehend in Holland Brauch ist.
Seit dem beginnenden 19. Jahrhundert wird die Nikolausgestalt immer mehr
verweltlicht und schließlich zum Weihnachtsmann, der manchmal auch als
Überbleibsel germanischer Gottheiten oder als Personifizierung der Natur
gedeutet wird, so wie er etwa im Osten als Väterchen Frost bekannt ist.
Davon weitgehend unbeeinflusst findet das Nikoausbrauchtum in seiner
christlichen Prägung in vielen Familien immer noch statt.
Von der historischen Person des Nikolaus gilt als sicher, dass er
Bischof von Myra war, das an der heute türkischen Mittelmeerküste liegt.
Wahrscheinlich lebte er im vierten Jahrhundert. Die in Myra schon früh
einsetzende Verehrung war von der Erinnerung an seien Güte bestimmt.
Dieser Wesenszug kennzeichnet auch die vielfältigen
Nikolausüberlieferungen. Um den Heiligen ranken sich zahlreiche
Legenden, deren Ursprünge aber auch bei anderen Heiligen gleichen Namens
liegen. Einer Legende zufolge erweckte Nikolaus drei ermordete Schüler
wieder zum Leben. Er gilt deswegen als Patron der Schüler. Im
Mittelalter wählten Klosterschüler am Vorabend des Nikolausfestes einen
Kinderbischof. Dieser bekleidete sich mit den Gewändern eines Bischofs,
visitierte die Klosterschule. Er bestrafte und belohnte Schüler,
letzteres auch mit Süßigkeiten.
Quelle & Genehmigung:
kathweb-lexikon |