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Fastenzeit 2011 am Bonner Münster

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FASTEN.ZEIT

Informationen und hintergründe zur österlichen Bußzeit

Wer mit dem Fasten noch nichts zu tun hatte, fragt nach Sinn oder Unsinn. Interessierten möchten wir hiermit die 40 Tage vor Ostern aus der christlichen Perspektive näher bringen.

 

An „Faste(l)ovend“ (Abend vor dem Fasten) wurde noch mal lange und ausgiebig gefeiert. Ausgelassen hat man „carne vale“ (lat.: Fleisch lebe wohl) gesagt und besungen. Auf „Alaaf“ (und im Ausland auch „Helau“) folgt die Zeit der großen Ausnüchterung: DIE FASTENZEIT! Aber das ist ja nur was für Hardliner, für konservative Christen und für die, die es unbedingt nötig haben, mal etwas abzunehmen! WIRKLICH?

Fastenzeit – Was ist das eigentlich?

 

In vielen Religionen gibt es besondere Zeiten, in denen man bewusster lebt, bestimmte Riten und Vorschriften beachtet. Diese Zeiten dienen als innere Vorbereitung auf besondere Feste und Anlässe oder wichtige Ereignisse. Für Christen ist die Fastenzeit (österliche Bußzeit) die Zeit der Vorbereitung auf das zentrale Fest des christlichen Glaubens: Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Das Fest der Befreiung.

 

Das Wort „Fasten“ kommt aus dem Mittelalter und meint eigentlich „festmachen“. Es geht um die Fundamente des eigenen Lebens. Wann habe ich zuletzt über mein Leben nachgedacht? Oder lasse ich zu oft andere für mich denken und entscheiden? Was liegt hinter mir? Wo geht es hin mit mir? – Für das Nachdenken muss ich mir aber auch Platz schaffen. Das braucht Zeit.

 

Zeit zum Grunde meines Herzens. Zeit zu meinem Fundament. Fastenzeit!

Fastenzeit – Abnehmen oder Zunehmen?

 

Es geht nicht ums Abnehmen überflüssiger Pfunde. – Der Sinn besteht vielmehr im Abgeben und Loslassen. Es geht beim "Fasten" um die Bereitschaft, sich zu besinnen, die Lebens­gewohnheiten zu überprüfen und wenn nötig zu verändern. Das kann bedeuten, sich neu auszurichten, einen inneren und äußeren Verzicht auf sich zu nehmen, versuchen von Abhängigkeiten los zu kommen. So gesehen geht es tatsächlich um eine „Verschlankung“.

 

Wer fastet, der verzichtet freiwillig: im engeren Sinne auf Nahrung, im weiteren Sinne auf zeitraubende Vergnügungen und auf die Erfüllung von Konsumwünschen. Durch den Verzicht werden Zeit und (finanzielle) Mittel frei für die Auseinandersetzung mit der eigenen Person, für die Begegnung mit Menschen und die Solidarität mit den Armen, für das Gebet zu Gott und die Meditation.

 

Es geht also auch immer um eine Zunahme: An Aufmerksamkeit, indem ich mich meinen Mitmenschen intensiver zuwende; an Verantwortungsbereitschaft, indem ich mir der Mitverantwortung in Gesellschaft und Kirche neu bewusst werde und an Gottvertrauen, indem ich mich Gott und seiner Botschaft neu öffne und mich wieder oder auch erstmals vertieft mit ihm beschäftige.

Fastenzeit – Von wann bis wann?

 

Die christliche Fastenzeit dauert 40 Tage. Sie beginnt am Aschermittwoch und endet in der Nacht vor Ostersonntag. Rechnerisch sind dies 46 Tage, allerdings werden die sechs Fastensonntage nicht dazu gerechnet. An ihnen wird nicht gefastet. Die Zahl 40 hat biblische Bedeutung und steht als Symbolzahl der besonderen Nähe zu Gott und der Bereitschaft zur Umkehr: Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch die Wüste als Zeit der Läuterung, Mose war Gott 40 Tage auf dem Berg Sinai, der Prophet Elija hielt sich 40 Tage auf dem Berg Horeb auf und Jesus weilte 40 Tage in der Wüste um sich durch Gebet und Fasten auf seine Sendung vorzubereiten.

 

Psychologisch mag es hilfreich sein, dass der Zeitraum von 40 Tagen einerseits noch überschaubar ist und andererseits doch eine angemessene Zeit zur Erneuerung mit konkreten Schritten darstellt.

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