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Sammle meine Tränen

in einem Krug.

Buch der Psalmen 56,9

 

Es gibt Situationen, die mit keiner anderen Antwort zufrieden sind als mit Tränen. Und manches wird nur unter Tränen wirklich erkannt. Tränen sind oft Ausdruck eines tiefen Leids, eines großen Schmerzes.

Ich bin in tiefem Schlamm versunken

und habe keinen Halt mehr.

Buch der Psalmen 69,3

 

Deutsche nehmen immer mehr harte Drogen. Insgesamt starben im vergangenen Jahr fast 1500 Menschen durch Rauschmittel. Wir schauen dabei oft nur auf die Rauschgiftabhängigen. Aber es gibt viele Süchte und Abhängigkeiten.

Gefangene aus dem Kerker zu holen

und alle, die im Dunkel sitzen,

aus ihrer Haft zu befreien.

Buch des Propheten Jesaja 42,7

 

Man ist nicht nur gefangen hinter Gitterstäben und Gefängnismauern. Viele Menschen sind durch Ängste, Versprechungen, Meinungen, Verhaltensweisen ihre Freiheit beraubt. Manche schaffen sich selbst ihr eigenes Gefängnis.

Ich bin elend

und voller Schmerzen.

Buch der Psalmen 69,30

 

Unser Leben ist immer gefährdet, ist gegenüber Krankheiten anfällig. Nicht wenige leiden, oft lange, unter ihren gesundheitlichen Problemen. Einige müssen Schweres und Schwerstes erdulden, besonders dann, wenn die Aussichten, geheilt zu werden, schwinden.

Schau,

ich sterbe vor Hunger.

Buch Genesis 25,32

 

1,02 Milliarden Menschen auf der Welt hungern. Etwa alle 3,5 Sekunden stirbt ein Mensch an den Folgen von Hunger und Unterernährung – das sind rund 25.000 Tote am Tag, fast zehn Millionen pro Jahr.

Die Not ist nahe,

und niemand ist da, der hilft.

Buch der Psalmen 22,12

 

Menschen, denen eine Katastrophe alles genommen hat, sehen keine Zukunft mehr für sich. Sie sind angewiesen auf die Solidarität der wohlhabenden Welt. Aber sie benötigen auch viel Lebenswillen, um in solchen Situation nicht aufzugeben.

Woher kommt

mir Hilfe?

Buch der Psalmen 121,1

 

Rund ein Viertel aller Kinder und Jugendlichen in unserem Land wachsen bei alleinerziehenden Müttern (oder auch Vätern) auf. Die alltäglichen Dinge zu organisieren, ist für alle eine große Herausforderung. Sie fühlen sich nicht selten alleingelassen und haben große soziale Probleme.

Das Wichtigste zum Leben

sind Brot und Wasser,

Kleidung und Wohnung,

um die Blöße zu bedecken.

Buch Jesus Sirach 29,21

 

Obdachlose jeden Alters prägen zunehmend das Bild deutscher Großstädte. Immer mehr Kinder, Jugendliche und auch Senioren leben als Nichtsesshafte. Wohnungslosigkeit und Existenzsorgen verhindern positive Zukunftsperspektiven.

Auch wenn ich alt und grau bin,

o Gott, verlass mich nicht.

Buch der Psalmen 71,18

 

In einer Gesellschaft, in der Gesundheit und Effizienz, Schönheit, Kraft und Stärke hoch im Kurs stehen, haben es alte und gebrechliche Menschen nicht leicht. Das „Defizit“, das ihnen die Gesellschaft zuspricht, verstärkt oft noch ihr Leiden.

Suche Frieden,

und jage ihm nach!

Buch der Psalmen 34,15

 

33 Kriegsschauplätze gibt es zurzeit auf der Welt. Sie bringen unsägliches Leid über die Zivilbevölkerung; aber auch die Soldaten tragen körperliche und seelische Wunden davon.

Komm wieder zur Ruhe,

mein Herz!

Buch der Psalmen 116,7

 

In Deutschland stehen den rund 400.000 Eheschließungen pro Jahr fast 200.000 Scheidungen gegenüber. Aber nicht nur in der Ehe gehen Männer und Frauen plötzlich getrennte Wege. Schmerzvolle „Trennungen“ erleben Menschen auch in anderen „Beziehungen“.

Gebeugt bin ich und todkrank,

deine Schrecken lasten auf mir,

und ich bin zerquält.

Buch der Psalmen 88,16

 

Das Leben wird quälend leer, ein grauer Schleier legt sich über alles. Wie soll es weitergehen? Ohne Hoffnung und ohne inneren Antrieb ist der Mensch gefangen in seiner Depression. Freudlos und erschöpft lässt man das Leben vorüberziehen. „Es ist genug“, sagen viele, zu viele.

Bewusst haben wir einige Leer-Stellen auf dem Tuch gelassen. Hier hat Ihr persönliches Leid Platz oder das Leid der Menschen, die nicht auf dem Tuch vertreten sind. Dort haben aber auch Bilder der Hoffnung Platz, die Sie in Ihrem Herzen tragen – wissend: seit Jesu Tod am Kreuz steht Gott auf der Seite der Leidenden. Sein ohnmächtiges Mit.LEIDEN ist seine Antwort auf unser Leid.

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