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Infos zur FASTEN-ZEIT
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Wer
mit dem Fasten noch nichts zu tun hatte, fragt nach Sinn oder
Unsinn. Interessierten möchten wir hiermit die 40 Tage vor Ostern
aus der christlichen Perspektive näher bringen.
An „Faste(l)ovend“ (Abend vor dem Fasten) wurde noch
mal lange und ausgiebig gefeiert. Ausgelassen hat man „carne vale“ (lat.:
Fleisch lebe wohl) gesagt und besungen. Auf „Alaaf“ (und im Ausland
auch „Helau“) folgt die Zeit der großen Ausnüchterung: DIE
FASTENZEIT! Aber das ist ja nur was für Hardliner, für konservative
Christen und für die, die es unbedingt nötig haben, mal etwas
abzunehmen! WIRKLICH?
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Fastenzeit – Was ist das eigentlich?
In vielen Religionen gibt es besondere Zeiten, in
denen man bewusster lebt, bestimmte Riten und Vorschriften beachtet.
Diese Zeiten dienen als innere Vorbereitung auf besondere Feste und
Anlässe oder wichtige Ereignisse. Für Christen ist die Fastenzeit
(österliche Bußzeit) die Zeit der Vorbereitung auf das zentrale Fest
des christlichen Glaubens: Ostern, die Feier der Auferstehung Jesu
Christi von den Toten. Das Fest der Befreiung.
Das Wort „Fasten“ kommt
aus dem Mittelalter und meint eigentlich „festmachen“. Es geht um die
Fundamente des eigenen Lebens. Wann habe ich zuletzt über mein Leben
nachgedacht? Oder lasse ich zu oft andere für mich denken und
entscheiden? Was liegt hinter mir? Wo geht es hin mit mir? – Für das
Nachdenken muss ich mir aber auch Platz schaffen. Das braucht Zeit.
Zeit zum Grunde meines Herzens. Zeit zu meinem
Fundament. Fastenzeit!
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Fastenzeit – Abnehmen oder Zunehmen?
Es
geht nicht ums Abnehmen überflüssiger Pfunde. – Der Sinn besteht
vielmehr im Abgeben und Loslassen. Es geht beim "Fasten" um die
Bereitschaft, sich zu besinnen, die Lebensgewohnheiten zu
überprüfen und wenn nötig zu verändern. Das kann bedeuten, sich neu
auszurichten, einen inneren und äußeren Verzicht auf sich zu nehmen,
versuchen von Abhängigkeiten los zu kommen. So gesehen geht es
tatsächlich um eine „Verschlankung“.
Wer fastet, der verzichtet freiwillig: im engeren
Sinne auf Nahrung, im weiteren Sinne auf zeitraubende Vergnügungen
und auf die Erfüllung von Konsumwünschen. Durch den Verzicht werden
Zeit und (finanzielle) Mittel frei für die Auseinandersetzung mit
der eigenen Person, für die Begegnung mit Menschen und die
Solidarität mit den Armen, für das Gebet zu Gott und die Meditation.
Es geht also auch immer um eine Zunahme: An
Aufmerksamkeit, indem ich mich meinen Mitmenschen intensiver
zuwende; an Verantwortungsbereitschaft, indem ich mir der
Mitverantwortung in Gesellschaft und Kirche neu bewusst werde und an
Gottvertrauen, indem ich mich Gott und seiner Botschaft neu öffne
und mich wieder oder auch erstmals vertieft mit ihm beschäftige.
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Fastenzeit – Von wann bis wann?
Die
christliche Fastenzeit dauert 40 Tage. Sie beginnt am Aschermittwoch
und endet in der Nacht vor Ostersonntag. Rechnerisch sind dies 46
Tage, allerdings werden die sechs Fastensonntage nicht dazu
gerechnet. An ihnen wird nicht gefastet. Die Zahl 40 hat biblische
Bedeutung und steht als Symbolzahl der besonderen Nähe zu Gott und
der Bereitschaft zur Umkehr: Das Volk Israel wanderte 40 Jahre durch
die Wüste als Zeit der Läuterung, Mose war Gott 40 Tage auf dem Berg
Sinai, der Prophet Elija hielt sich 40 Tage auf dem Berg Horeb auf
und Jesus weilte 40 Tage in der Wüste um sich durch Gebet und Fasten
auf seine Sendung vorzubereiten.
Psychologisch mag es hilfreich sein, dass der
Zeitraum von 40 Tagen einerseits noch überschaubar ist und
andererseits doch eine angemessene Zeit zur Erneuerung mit konkreten
Schritten darstellt.
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