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Ausgangspunkt der diesjährigen Fastenaktion am Bonner Münster
sollte von Anfang an das Mittelalterliche Fresko im südlichen Querhaus des
Bonner Münsters sein, das sogenannte "Schweißtuch der Veronika".
Eine Frau mit Namen Veronika soll Jesus auf seinem Weg zur
Kreuzigung ein Tuch gereicht haben, mit dem er sich den blutigen Schweiß
abwischen konnte. Die Legende erzählt, Jesus habe ihr das Tuch zurückgegeben, in
dem er sein Abbild hinterlassen habe, sein wahres Bild (vera
icon).
Gewiss eine Legende, aber mit einem wahren
Kern. "Veronika sieht Jesu Leid und die Roheit der Soldaten. Sie fragt nicht,
was die Menschen denken. Mutig dringt sie durch die Menge und bietet dem Herrn
das Schweißtuch dar, in das er sein Antlitz drückt." (GL 775, 6)
Wenn ich einem Menschen beistehe, bleibt immer etwas von ihm in mir
zurück. „mit.LEIDEN“ hinterlässt immer Spuren, wenn es mit.LEIDEN.schaft
geschieht. Für uns Christen kommt aber noch ein weiterer Aspekt hinzu: wir
glauben, dass wir im Angesicht der leidenden Menschen Jesus Christus selbst
erkennen, der gesagt hat: „Was Ihr dem geringsten Menschen tut, das habt Ihr mir
getan“.
Deshalb sind auf unserem Fastentuch die
Bilder leidender Menschen zu sehen, stellvertretend für alle Leidenden dieser
Welt. In ihnen schauen wir Gott ins Angesicht. mit.LEIDEN.schaft haben wir diese
Fastenzeit überschrieben. |