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Fastentücher gibt es seit fast 1000 Jahren: in der Fastenzeit
wurde der Altar sowie das Geschehen am Altar verhüllt. Ein gestickter
Vorhang wird bereits in Sankt Gallen um 895 erwähnt. Das "velum
quadragesimale", wie das Fastentuch in der lateinischen Kirchensprache auch
genannt wurde, fand über die Klöster auch allmählich Eingang in den
Pfarrkirchen und erstreckte sich im 14. und 15. Jahrhundert über das gesamte
Abendland. In diesem Jahr ist das Fastentuch im Bonner Münster 56qm groß. Es
verdeckt bewusst den Blick auf die Chorapsis und die bunten Fenster im
Chorraum.
Wir sehen ein Labyrinth, in dessen Mitte ein großes Kreuz
steht, umgeben von Zeichen wie Hieroglyphen.
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