|
Heute wird uns ein interessantes und seltenes Detail aus
einem Bild des Sieneser Künstlers Pietro Lorenzetti (1320) aus dem
Südquerhaus der Unterkirche gezeigt.
Ich sehe den Nebenraum des Abendmahlssaales: Diener, die mit
dem Abwasch beschäftigt sind, Hund und Katze, die die Teller auslecken, ein
Feuer brennt im Kamin.
Zu einem Mahl gehören auch die Vorbereitung und die, die sich
darum mühen, dass alles zur rechten Zeit auf den Tisch kommt.
Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen
die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich
vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu
ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich
mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern. Die Jünger taten, was Jesus
ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.
Mt 26,17-19
Bin ich vorbereitet auf die „österlichen Tage“?
Oder sind es nur „Feiertage“ in meinem Terminkalender?
Schaffe ich es, meine alltägliche Arbeit heute
„abzuschließen“, zu lassen und ganz aus den österlichen Tagen zu leben? Habe
ich alles getan, um mich vorzubereiten?
Heute ist mein Platz nicht in der „Küche“, heute bin ich
eingeladen, Platz zu nehmen am Abendmahlstisch. Heute kümmert sich Gott
selbst um mich.
Gott ist kein Gott, der fern ist, zu fern und zu groß,
um auch für unsere Kleinigkeiten Sorge zu tragen. Eben weil er groß ist,
kann er sich auch um die kleinen Dinge kümmern. Eben weil er groß ist,
ist die Seele des Menschen, desselben Menschen, der für die ewige Liebe
geschaffen ist, nicht klein, sondern groß und seiner Liebe würdig.
Benedikt XVI.
Falls Sie das ganze Bild sehen möchten, klicken Sie
hier.
Fresko im Hochchor des
Bonner Münsters zum Gründonnerstag
Heute im Bonner Münster
|