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In der Mitte sehen wir die personifizierte Armut in einem
verschlissenen Kleid, Sie reicht Franziskus die Hand für die „Vermählung“.
Christus steht wie ein Priester als Zeuge dabei. Zwei Engel tragen Haus und
Kleidung zum Himmel – stellvertretend für den ganzen Besitz. Auf der linken
Seite teilt im Vordergrund ein junger Mann sein Gewand mit einem älteren.
Rechts steht ein Reicher, der seinen Geldsack fest an sich drückt.
Unsere Aufmerksamkeit wird heute auf Haben und Leisten
gelenkt. Wir müssen viel leisten, um uns etwas leisten zu können. Wir haben
viel, sind aber immer weniger.
Christen leben in der Welt, gehen aber nicht in ihr auf. Der Glaubende hat
die Dinge, aber sie haben ihn nicht. Das, worauf es im Leben ankommt, kann
ich mir nicht durch materielle Dinge sichern. Wenn ich das weiß, kann ich
freier damit umgehen und werde nicht von der Habsucht verführt, die – so
Franziskus - die Wurzel allen Übels ist. Alles dreht sich sonst um das
Haben-wollen, Besitzen-wollen, Bestimmen-wollen. Franziskus spricht von der
„Habsucht“ als sündiger Grundhaltung des Menschen.
Es geht also um den richtigen Umgang mit den Gütern, die ich
besitze.
Heute frage mich:
Gott hat die Armut nicht erschaffen. Er erschuf nur uns.
Mutter Theresa
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