03. März 2008

 

Montag der

vierten Woche

 

 

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Franziskus betet vor dem Kreuz in San Damiano. Fotograf: Stefan Diller (1985)

© assisi.de

 

 

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In dieser Woche wollen wir einige Bilder betrachten, die Giotto di Bondone (1266-1336) in der Oberkirche San Francesco in Assisi gemalt hat. Sie illustrieren das Leben des Franziskus. Wir wollen sie auf unserem geistlichen Weg aber nicht nur als historische Ansicht betrachten, sondern unter dem Motiv „Gott in allem sehen und finden“ auch hier auf die Beziehung zu uns und unserem Leben achten.

 

Auf der Suche nach dem richtigen Weg für sein Leben trifft Franziskus eines Tages in dem zerfallenen Kirchlein von San Damiano unterhalb von Assisi auf ein Kreuz, dessen Anblick ihn fesselt.

Hier bricht es aus ihm heraus, ein Gebet, das seine ganze Sehnsucht ins Wort bringt, das seinen ganzen Weg zusammenfasst:

Höchster,

glorreicher Gott,

erleuchte die Finsternis meines Herzens

und schenke mir

rechten Glauben,

gefestigte Hoffnung

und vollendete Liebe.

Gib mir Herr, das rechte Empfinden und Erkennen,

damit ich deinen heiligen und wahrhaften Auftrag erfülle.

GebKr

 

Gib mir Herr, das rechte Empfinden und Erkennen – Je nachdem wie der Mensch veranlagt ist, wird er bei wichtigen Entscheidungen eher seinen Verstand gebrauchen oder sein Herz sprechen lassen.

Kopfmenschen durchdenken alles bis zur letzten Konsequenz. Aber die Gefühle werden beiseite gedrängt. Ja sie sind oft schon so vernachlässigt, dass man sie nicht mehr wahrnimmt oder wahrnehmen will. Unsere Gesellschaft schätzt solche Typen.

Die Gefühlsmenschen dagegen lassen ihren Emotionen breiten Raum, sind oft abhängig von Stimmungsschwankungen und lassen sich nicht selten täuschen von irrealen Ängsten oder Phantasien. Sie sind nicht selten immun gegenüber offenkundigen Tatsachen und überhören den Rat anderer.

 

Das Gebet vor dem Kreuz von San Damiano verrät: Franziskus weißt worauf es ankommt, er muss den Gefühlen trauen und den Kopf gebrauchen.

 

Wie fälle ich meine Entscheidungen?

 

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