25. Februar 2008

 

Montag der

dritten Woche

 

 

 

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Foto: Musikanten am Calendimaggio. Fotograf: Stefan Diller. © assisi.de

 

 

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Drei Tage dauern die Festlichkeiten des „calendimaggio“ Anfang Mai in Assisi.  Bräuche des Mittelalters und der Renaissance werden wachgerufen. In Theatervorführungen, Konzerten,  im Volkstanz, in Umzügen, in Wettbewerben der Bogen- und Armbrustschützen und Fahnenschwinger treten die beiden mittelalterlichen Parteien der Ober- und Unterstadt zu einem großartigen Wettkampf an.

Auf dem Bild heute: Musikanten bei diesem großen Fest.

Ich werde erinnert an ein Wort des hl. Ignatius von Antiochien: „Nehmt Gottes Melodie in Euch auf.“ Auf dem Weg nach Rom, wo das Martyrium auf ihn wartet, schreibt er in Ketten dieses Wort. Er war auch in dieser Bedrängnis überzeugt, Gott hat für jeden eine Lebensmelodie. Und alle Stimmen zusammen ergeben eine Symphonie, einen Zusammenklang.

Was ist Gottes Melodie für mich? Sie dringt gewiss nicht lautstark an mein Ohr. Wenn ich still werde, mich durch den Lärm der Welt nicht ablenken lasse, kann ich sie vernehmen. Manchmal erscheint sie wie eine Vielzahl einzelner Töne ohne jeden Zusammenhang, manchmal wie ein  Missklang und ich vergesse, dass es nur im Zusammenspiel und Zusammenklang mit anderen  eine Harmonie ergibt. Die Melodie erklingt in vielen Variationen, so wie auch mein Leben sich verändert.

Ich will genau hinhorchen.

 

Zuweilen aber machte es Franziskus also: Wenn der Geist in seinem Innern in süßer Melodie aufwallte, gab er ihr in einem französischen Lied Ausdruck, und der Hauch des göttlichen Flüsterns, den sein Ohr heimlich empfangen hatte, brach in einen französischen Jubelgesang aus. Manchmal hob er auch, wie ich  mit eigenen Augen gesehen habe, ein Holz vorn Boden auf und legte es über seinen linken Arm, nahm dann einen kleinen, mit Faden bespannten Bogen in seine Rechte und führte ihn über das Holz wie über eine Geige. Dazu führte er entsprechende Bewegungen aus und sang in französischer Sprache vom Herrn.

Thomas von Celano II Cel 127

 

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