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Die Fassade der Kirche San Rufino in Assisi. Um 412 soll nach
einer nicht gesicherten Überlieferung an dieser Stelle eine kleine Basilika
zur Aufbewahrung der Reliquien des hl. Rufino, des ersten Bischofs von
Assisi, errichtet worden sein. 1140 wurde eine neue Kirche an dieser Stelle
gebaut, die erst 1253 geweiht werden konnte.
Von dem romanischen Bau ist nur noch die Fassade erhalten.
Auffallend in der Mitte die Rosette umgeben von den Symbolen der vier
Evangelisten.
Unsere Beachtung verdienen heute die Figuren unter ihr, die
sie wie Telamonen, Gebälkträger, zu tragen scheinen. Man fürchtet, einer
könnte darin nachlassen und alles würde in Schieflage geraten.
Was, wer trägt mich? Je genauer ich hinschaue, je mehr werden
die, die mich stützen, wird das, was mich trägt, Konturen annehmen.
Auch heute wird es Menschen geben, an die ich dankbar denken
kann. Vielleicht kann ich es ihnen auch direkt sagen.
Franziskus weiß, wer ihn trägt. Er betet:
Du bist der heilige Herr, der alleinige Gott, „der du
Wunderwerke vollbringst" (Ps 76, 15).
Du bist der Starke.
Du bist der Große (vgl. Ps 85, 10).
Du bist der Erhabenste.
Du bist der allmächtige König, du „heiliger Vater" (Joh
17, 11),
„König des Himmels und der Erde" (vgl. Mt 11, 25).
Du bist der dreifaltige und eine Herr, der Gott aller
Götter (vgl. Ps 135, 2).
Du bist das Gute, jegliches Gut, das höchste Gut,
der Herr, der lebendige und wahre Gott (vgl. 1 Thess
1, 9).
Du bist die Liebe, die Minne.
Du bist die Weisheit.
Du bist die Demut.
„Du bist die Geduld" (Ps 70, 5).
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