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Der Nebel liegt über dem Tescio-Tal. Manches ist sichtbar,
manches bleibt den Augen verborgen. Die Sonne oder der Wind können den Nebel
vertreiben und Blick wieder freigeben.
Auch in meinem Leben gibt es die „Sonnenseiten“. Das, was
hervor scheint und ich nicht ohne Stolz betrachte. Aber es gibt auch Dinge,
Taten, Erlebnisse und Erfahrungen, die nicht so gerne anschaue, die mir
nicht so schnell zugänglich sind. Wie hinter einer Nebelwand verborgen.
„Sonne der Gerechtigkeit“ wird Christus genannt. Der Heilige
Geist wird als „Wind Gottes“ beschrieben. Heute kann ich ganz bescheiden
bitten, dass diese Sonne und dieser Wind die Nebel vertreiben und mir den
Blick auf mein ganzes Leben freigeben, damit ich alles liebevoll anschauen
kann.
Franziskus gibt uns einen trostvollen Rat mit:
Wisset, dass vor dem Angesicht Gottes manche Dinge
überaus hoch und erhaben sind, die bisweilen unter den Menschen für
niedrig und wertlos angesehen werden. Und andere Dinge sind unter den
Menschen wertvoll und ansehnlich, die vor Gott als ganz niedrig und als
wertlos gelten. (BrKust II)
Der Apostel Paulus schreibt:
Viel lieber also will ich mich meiner Schwachheit
rühmen, damit die Kraft Christi auf mich herabkommt. Deswegen bejahe ich
meine Ohnmacht, alle Misshandlungen und Nöte, Verfolgungen und Ängste,
die ich für Christus ertrage; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich
stark. (2 Kor 12,9-10)
Ich kann beten:
Christus, du Sonne unsres Heils, vertreib in uns die
dunkle Nacht, dass mit dem Licht des neuen Tags auch unser Herz sich neu
erhellt.
Du schenkst uns diese gute Zeit; gib Klarheit unsern
Augen, Herr, und führe uns auf deinem Weg, dass wir nicht in die Irre
gehn.
Es kommt der Tag, dein Tag erscheint, der alles neu
erblühen macht, der Tag, der unsre Freude ist, durch den du uns mit dir
versöhnst.
Du gütige Dreieinigkeit, dich bete an die ganze Welt.
Lass uns, von deiner Huld erneut, dich preisen durch ein neues Lied.
Amen.
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