07. Februar 2008

 

Donnerstag nach Aschermittwoch

 

 

 

Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Rosette der Oberkirche San Francesco (1984). Fotograf: Stefan Diller. © assisi.de

vorheriger Tag | nächster Tag | Impulse Übersicht | Gestaltung | Kalender | Start | <<

Heute beginnt unser gemeinsamer Weg.

Wir laden Sie ein, täglich eine Viertelstunde einzuplanen, in denen Sie sich dem Impuls stellen, den wir Ihnen gerne per E-Mail (LINK) übersenden oder den Sie hier lesen können.

 


 

Schauen Sie auf das Bild. Es zeigt uns die große Rosette an der Fassade der Kirche San Francesco in Assisi. Ein Bild großer Ordnung. Alle Formen sind bezogen auf die Mitte.

Heute geht es um die Ordnung für unsere Übungen.

 

Überlegen Sie bitte:

Wann wäre die beste Zeit dafür? Unter der Woche? Am Samstag?

 

Es wäre gut, wenn es außer dieser täglichen „Übungs“-zeit auch während des Tages Gelegenheit gäbe, für ein paar Minuten nur, innezuhalten, sich auf den Tagesimpuls zu besinnen und ihn mit den verschiedenen Situationen zu konfrontieren.

Das kann überall geschehen: vor der Arbeit, in den Pausen, im Hörsaal vor Beginn der Vorlesung, zwischen zwei Telefongesprächen, oder auch in einer Kirche, die an meinem täglichen Weg liegt und an der ich sonst immer vorbeilaufe. Alles dient dazu, diese Wochen vor Ostern zu einer geistlichen Zeit zu machen!

 

Die Impulse brauchen nicht nur „meine Zeit“, sondern auch einen geeigneten Ort. Sie können nicht im „luftleeren“ Raum stattfinden, irgendwo zwischen Tür und Angel, sie wollen ver-ort-et sein. Deshalb ist die Frage nach der rechten Zeit auch verbunden mit dem rechten Ort.

Fragen Sie sich bitte, wo - in welchem Raum, an welchem Platz möchte ich in diesen Wochen dem Impuls nachgehen? Es soll ein Platz sein, wo Sie ungestört bei sich sein können.

Wenn Sie die „Übung“ am Arbeitsplatz, vor dem Computer halten wollen, schalten Sie bitte alles aus, was Sie stören könnte (z.B. E-Mail-Benachrichtigung; Telefon).

Wenn Sie einen anderen Platz bevorzugen, sollten Sie das Foto ausdrucken, damit es Sie bei Ihren Gedanken begleiten kann.

 

Hilfreich ist es, den Platz zu gestalten, durch eine Kerze, die Sie bewusst entzünden, ein Blume……

 

 

Wenn Sie Zeit und Ort für sich geklärt haben, hier eine kleine Anregung für die Tage, an denen es Ihnen vielleicht nicht gelingt, dem Impuls zu folgen.

Zu einem einsamen Mönch kamen eines Tages Menschen.

Sie fragten ihn: "Was für einen Sinn siehst du in deinem Leben der Stille?"

Der Mönch war eben beschäftigt mit dem Schöpfen von Wasser aus einem tiefen Brunnen. Er sprach zu seinen Besuchern:

"Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?"

Die Leute blickten in den tiefen Brunnen. "Wir sehen nichts!"

Nach einer kurzen Weile forderte der Einsiedler die Leute wieder auf: "Schaut in den Brunnen! Was seht ihr?"

Die Leute blickten wieder hinunter, "Ja, jetzt sehen wir uns selber!"

Der Mönch sprach: "Schaut, als ihr vorhin Wasser schöpftet, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist die Erfahrung der Stille: Man sieht sich selber!"

 

Gönnen Sie sich die Stille – sonst nichts.

 

^


Start | Zurück | Impulse | Anleitung | Fastentuch | Fastenpredigt | Mittagsgebet | Kalender | Links | Service | SPENDEN | Kontakt

© Citypastoral Bonn | Impressum | Rechtliches | Grafiken & Fotos: N.Bach