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Heute beginnt unser gemeinsamer Weg.
Wir laden Sie ein, täglich eine Viertelstunde einzuplanen, in
denen Sie sich dem Impuls stellen, den wir Ihnen gerne per
E-Mail (LINK) übersenden oder den Sie hier
lesen können.
Schauen Sie auf das Bild. Es zeigt uns die große Rosette an
der Fassade der Kirche San Francesco in Assisi. Ein Bild großer Ordnung.
Alle Formen sind bezogen auf die Mitte.
Heute geht es um die Ordnung für unsere Übungen.
Überlegen Sie bitte:
Wann wäre die beste Zeit dafür? Unter der Woche? Am Samstag?
Es wäre gut, wenn es außer dieser täglichen „Übungs“-zeit
auch während des Tages Gelegenheit gäbe, für ein paar Minuten nur,
innezuhalten, sich auf den Tagesimpuls zu besinnen und ihn mit den
verschiedenen Situationen zu konfrontieren.
Das kann überall geschehen: vor der Arbeit, in den Pausen, im
Hörsaal vor Beginn der Vorlesung, zwischen zwei Telefongesprächen, oder auch
in einer Kirche, die an meinem täglichen Weg liegt und an der ich sonst
immer vorbeilaufe. Alles dient dazu, diese Wochen vor Ostern zu einer
geistlichen Zeit zu machen!
Die Impulse brauchen nicht nur „meine Zeit“, sondern auch
einen geeigneten Ort. Sie können nicht im „luftleeren“ Raum
stattfinden, irgendwo zwischen Tür und Angel, sie wollen ver-ort-et sein.
Deshalb ist die Frage nach der rechten Zeit auch verbunden mit dem rechten
Ort.
Fragen Sie sich bitte, wo - in welchem Raum, an welchem Platz
möchte ich in diesen Wochen dem Impuls nachgehen? Es soll ein Platz sein, wo
Sie ungestört bei sich sein können.
Wenn Sie die „Übung“ am Arbeitsplatz, vor dem Computer halten
wollen, schalten Sie bitte alles aus, was Sie stören könnte (z.B.
E-Mail-Benachrichtigung; Telefon).
Wenn Sie einen anderen Platz bevorzugen, sollten Sie das Foto
ausdrucken, damit es Sie bei Ihren Gedanken begleiten kann.
Hilfreich ist es, den Platz zu gestalten, durch eine
Kerze, die Sie bewusst entzünden, ein Blume……
Wenn Sie Zeit und Ort für sich geklärt haben, hier eine
kleine Anregung für die Tage, an denen es Ihnen vielleicht nicht gelingt,
dem Impuls zu folgen.
Zu einem einsamen Mönch kamen eines Tages Menschen.
Sie fragten ihn: "Was für einen Sinn siehst du in deinem
Leben der Stille?"
Der Mönch war eben beschäftigt mit dem Schöpfen von
Wasser aus einem tiefen Brunnen. Er sprach zu seinen Besuchern:
"Schaut in den Brunnen. Was seht ihr?"
Die Leute blickten in den tiefen Brunnen. "Wir sehen
nichts!"
Nach einer kurzen Weile forderte der Einsiedler die Leute
wieder auf: "Schaut in den Brunnen! Was seht ihr?"
Die Leute blickten wieder hinunter, "Ja, jetzt sehen wir
uns selber!"
Der Mönch sprach: "Schaut, als ihr vorhin Wasser
schöpftet, war das Wasser unruhig. Jetzt ist das Wasser ruhig. Das ist
die Erfahrung der Stille: Man sieht sich selber!"
Gönnen Sie sich die Stille – sonst nichts.
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