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Donnerstag der fünften Woche |
Nur der Dienst am Nächsten öffnet mir die Augen dafür,
was Gott für mich tut und wie er mich liebt.
Benedikt XVI.
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Ich will mir Zeit nehmen für den Impuls des
heutigen Tages und komme an meinem Platz an.
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Ich nehme eine mir bequeme Haltung ein, in der
ich für einige Zeit gut verweilen kann.
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Ich setze einen bewussten Anfang und spreche das
Vorbereitungsgebet. (siehe auch
Anleitung)
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Leitfaden Bibelmeditation
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Du bist ein Stück weg mit mir gegangen
Das Neue Testament kennt im Markus-Evangelium in der
Geschichte vom Synagogenvorsteher Jairus die Feststellung: "Da ging Jesus
mit ihm".(Mk 5,14). Jesus wird für Jairus zum Weggefährten. Das Leben eines
Menschen kennt viele Zuschauer, die oft unbeteiligt am Wegesrand stehen, oft
sich sogar noch freuen, wenn es nicht so richtig vorwärtsgeht. Der aber, der
sich quält auf seinem Weg, der eine dunkle, schwere, mühselige Wegstrecke
vor sich hat, braucht keine klugen Ratschläge, oft ist für ihn wichtiger die
"schlichte Gegenwart eines besorgten Menschen.“
"Ich möcht, dass einer mit mir geht, der's Leben kennt, der
mich versteht", heißt es in einem modernen Kirchenlied.
Einen solchen Menschen zu finden - das ist der Beginn einer
Hoffnung, die Wende in einer Krise.
Es tut gut zu erleben, ich bin unterwegs, aber nicht allein.
Wie wohltuend ist auch mal ein Stück mitgenommen zu werden, sozusagen
„getragen“ von der Motivation und der Kraft des Anderen.
Mit dem anderen ein Stück zu gehen,
heißt sich einzulassen auf den Schritt, auf das Tempo des
Anderen,
heißt mit seinen Augen die Welt zu sehen und ihm vielleicht
auch den Blick zu weiten,
heißt mit seinen Ohren zu hören und ihm vielleicht auch Gehör
zu geben.
heißt, die Entwicklung des andern achten und ihn nicht zum
Sklaven zu machen.
heißt, seine Talente wahrzunehmen,
ihm Lebensraum zu geben.
Ich nehme heute wahr, wer ein Stück Weg mit mir gegangen ist,
zurzeit
geht.
Ich kann ihm danken.
Ich sehe die Menschen, die meine Wegbegleitung benötigen. |