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Mittwoch der
fünften Woche |
Nur der Dienst am Nächsten öffnet mir die Augen dafür,
was Gott für mich tut und wie er mich liebt.
Benedikt XVI.
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Ich will mir Zeit nehmen für den Impuls des
heutigen Tages und komme an meinem Platz an.
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Ich nehme eine mir bequeme Haltung ein, in der
ich für einige Zeit gut verweilen kann.
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Ich setze einen bewussten Anfang und spreche das
Vorbereitungsgebet. (siehe auch
Anleitung)
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Leitfaden Bibelmeditation
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Du hast mich besucht
Einen Menschen besuchen – heißt zuerst einmal seine eigene
„Burg“, seine eigenen vier Wände, das heißt seine Sicherheit zu verlassen –
mich wehrlos zu machen –dies ist die Voraussetzung, um überhaupt in
Beziehung zueinander zu treten.
Einen Menschen zu besuchen, bedeutet aber auch, zu sehen, wo
und wie er wohnt. "Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte", wird
die erste Begegnung der Jünger mit Jesus treffend beschrieben. (Joh 1,39)
Von ihrer Nachhaltigkeit erzählt das ganze Evangelium.
Martin Heidegger hat 1951 in einem Aufsatz „Bauen, Wohnen,
Denken“ darüber nachgedacht, was es bedeutet, wenn der Mensch sich ein Haus
baut und einen Ort bewohnt. Bauen, Wohnen und Denken sind Tätigkeiten, mit
denen der Mensch sich die Welt aneignet. Unser Denken, so abstrakt es auch
sein mag, ist eng mit unseren Ortserfahrungen verbunden ist und kommt ohne
sie nicht aus. Das hat mit der Tatsache zu tun, dass der Mensch sich an
Orten aufhält, von Orten aus seine Beziehung zur Welt aufbaut, oder eben,
dass er die Welt bewohnt.
Einen Menschen zu besuchen, heißt auch, ihn besser zu
verstehen, erleben, in welcher Beziehung er zur Welt lebt. Es geht also
nicht nur um eine Linderung seiner Einsamkeit, seiner Trostlosigkeit,
sondern um ein wirkliches Anteilnehmen an ihm und seinem Leben.
Ich schaue auf die Menschen, die mich heute besuchen, die
mich in
letzter
Zeit besucht haben.
Ich kann ihnen danken.
Ich nehme die Menschen wahr, die meinen Besuch „erbitten“. |