Ein Ranzen voll gelebten Lebens sind wir
Nelly Sachs
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Ich will mir Zeit nehmen für den Impuls des
heutigen Tages und komme an meinem Platz an.
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Ich nehme eine mir bequeme Haltung ein, in der
ich für einige Zeit gut verweilen kann.
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Ich setze einen bewussten Anfang und spreche das
Vorbereitungsgebet. (siehe auch
Anleitung)
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Ich stelle mir mein Leben vor wie ein Haus –
Ist es wirklich ein Zuhause? Oder nur ein Quartier, aus dem
ich am liebsten ausziehen möchte?
Heute kann ich auf den Speicher hinaufsteigen. In diesem
„Oberstübchen“ sind alle meine Ideen, Prinzipien, Vorstellungen, Träume
gelagert.
Was finde ich da alles vor?
Manches, was mir wichtig ist, zum jederzeitigen Gebrauch.
Aber auch manches, was ich einfach nur abgestellt habe.
Träume, die ich nicht verwirklichen konnte, meine Sehnsucht, die mich
trotzdem nie losgelassen hat. Was entdecke ich dort alles? Kann ich einiges
wieder vom Speicher holen, weil sich inzwischen mein Leben verändert hat.
Was möchte ich nie aufgeben und finde es dort oben gut aufgehoben?
Von was muss ich mich endgültig trennen, so dass es in meinem
Lebenshaus keinen Platz mehr beansprucht?
Ich steige wieder hinab aus meinem Speicher und spüre noch
einmal nach, wie es mir geht. Was empfinde ich, wenn ich auf diese Übung
zurückschaue?
Alles beginnt mit der Sehnsucht
Nelly Sachs
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum.
Tommaso Campanella, (1568 - 1649),
italienischer
Philosoph und Dominikaner
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