12. März 2007

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Montag der

dritten Woche

Ein Ranzen voll gelebten Lebens sind wir

Nelly Sachs

  • Ich will mir Zeit nehmen für den Impuls des heutigen Tages und komme an meinem Platz an.

  • Ich nehme eine mir bequeme Haltung ein, in der ich für einige Zeit gut verweilen kann.

  • Ich setze einen bewussten Anfang und spreche das Vorbereitungsgebet. (siehe auch Anleitung)

 

Ich stelle mir in dieser Woche mein Leben vor wie ein  Haus –

Ist es wirklich ein Zuhause? Oder nur ein Quartier, aus dem ich am liebsten ausziehen möchte?

 

Ist es ein Haus mit klaren Formen oder eher etwas windschief mit winkligen An- und Aufbauten?

 

Ich nehme besonders jene Stellen wahr,

an denen mein Lebensweg, meine Lebensplanung eine Wendung bekam, eine neue Richtung und ich mich gezwungen sah, die ursprünglichen „Baupläne“ zu ändern.

Wann und wo standen Umbauten an?

 

 

Vielleicht musste ich auch einige Teile wieder einreißen,

ich sehe die Durstrecken bei meinem Hausbau,

das Hin- und Her in manchen Zeiten.

Was verbinde ich mit diesen Erinnerungen?

 

 

Heute will ich mich besonders an jene Stunden und Gelegenheiten erinnern,

die mit Verwundungen, Schmerz und Verbitterung verbunden sind.

Ich schaue sie noch einmal an -

lasse den Schmerz noch einmal zu -

hat er sich gewandelt in Freude?

 

Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.

Psalm 30,12

oder schmerzt die Wunde immer noch?

Des Nachts durchbohrt es mir die Knochen, mein nagender Schmerz kommt nicht zur Ruh.

Ijob 30,17

 

Mit dem, wie ich bin, wende ich mich abschließend an Gott.

Ich weiß, wenn ich klage, klage ich das Leben ein.

Vielleicht formuliere ich meinen eigenen Klagepsalm.

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