Ein Ranzen voll gelebten Lebens sind wir
Nelly Sachs
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Ich will mir Zeit nehmen für den Impuls des
heutigen Tages und komme an meinem Platz an.
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Ich nehme eine mir bequeme Haltung ein, in der
ich für einige Zeit gut verweilen kann.
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Ich setze einen bewussten Anfang und spreche das
Vorbereitungsgebet. (siehe auch
Anleitung)
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Ich stelle mir in dieser Woche mein Leben vor wie ein Haus –
Ist es wirklich ein Zuhause? Oder nur ein Quartier, aus dem
ich am liebsten ausziehen möchte?
Ist es ein Haus mit klaren Formen oder eher etwas windschief
mit winkligen An- und Aufbauten?
Ich nehme besonders jene Stellen wahr,
an denen mein Lebensweg, meine Lebensplanung eine Wendung
bekam, eine neue Richtung und ich mich gezwungen sah, die ursprünglichen
„Baupläne“ zu ändern.
Wann und wo standen Umbauten an?
Vielleicht musste ich auch einige Teile wieder einreißen,
ich sehe die Durstrecken bei meinem Hausbau,
das Hin- und Her in manchen Zeiten.
Was verbinde ich mit diesen Erinnerungen?
Heute will ich mich besonders an jene Stunden und
Gelegenheiten erinnern,
die mit Verwundungen, Schmerz und Verbitterung verbunden
sind.
Ich schaue sie noch einmal an -
lasse den Schmerz noch einmal zu -
hat er sich gewandelt in Freude?
Da hast du mein Klagen in Tanzen verwandelt, hast mir das
Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.
Psalm 30,12
oder schmerzt die Wunde immer noch?
Des Nachts durchbohrt es mir die Knochen, mein nagender
Schmerz kommt nicht zur Ruh.
Ijob 30,17
Mit dem, wie ich bin, wende ich mich abschließend an Gott.
Ich weiß, wenn ich klage, klage ich das Leben ein.
Vielleicht formuliere ich meinen eigenen Klagepsalm. |