Accende lumen sensibus
Entzünde das Licht für die Sinne
Aus: Veni, Creator Spiritus; Hrabanus Maurus +856
Rund 23.000 Mal pro Tag atmen wir ein und aus, nehmen dabei
unzählige Duftmoleküle auf. Und die haben einen ganz wesentlichen Einfluss
auf unser Leben. Der Geruchssinn informiert uns unter anderem darüber, was
essbar oder ungenießbar ist. Er ruft sogar Erinnerungen in uns wach. Wir
riechen zum Beispiel einen Hauch von Zimt und denken an das Plätzchenbacken
in der Weihnachtszeit unserer Kindheit. Rund 10.000 verschiedene Düfte kann
unsere Nase unterscheiden. Jeder Mensch besitzt zwischen fünf und zehn
Millionen Riechzellen und das auf der kleinen Fläche von gerade einmal 5,5
Quadratzentimetern. Ob wir einen Duft mögen oder nicht, ist nicht etwa
angeboren. Es ist vielmehr abhängig von den Erfahrungen, die wir mit einem
Geruch bislang gemacht haben.
Heute können wir unsere Sinneswahrnehmungen für eine
bestimmte Zeit auf das Riechen konzentrieren.
Was rieche ich? Welche Gerüche, welche Düfte, welcher Gestank
werden von mir wahrgenommen? Welche Düfte mag ich besonders gern? Wen oder
was kann ich nicht riechen? Wann gehe ich „meiner Nase nach“?
Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen,
die gerettet werden, wie unter denen, die verlorengehen. Den einen sind
wir Todesgeruch, der Tod bringt; den anderen Lebensduft, der Leben
verheißt. Wer aber ist dazu fähig?
2 Kor 15-16
Wie schön ist deine Liebe, meine Schwester Braut;
wie viel süßer ist deine Liebe als Wein, der Duft deiner Salben
köstlicher als alle Balsamdüfte.
Von deinen Lippen, Braut, tropft Honig; Milch und
Honig ist unter deiner Zunge. Der Duft deiner Kleider ist wie des
Libanon Duft.
Hohelied 4,10-11
Gebet | Herr, öffne meine Nase
Herr, öffne meine Nase,
damit ich Deinen Wohlgeruch wahrnehme
und den Duft
aller Dinge empfange.
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