28. Februar 2007

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Mittwoch der

ersten Woche

Accende lumen sensibus

Entzünde das Licht für die Sinne

Aus: Veni, Creator Spiritus; Hrabanus Maurus +856

Die Haut eines erwachsenen Menschen bedeckt, je nach Körpergröße, eine Fläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern. Ihr Gewicht macht etwa ein Sechstel des Körpergewichts aus, im Durchschnitt 10 bis 12 Kilogramm. Sie ist mit Abstand das vielseitigste unserer Sinnesorgane, denn hier sitzt mehr als eine Sorte von Sinneszellen - die verschiedensten Empfindungen können registriert und verarbeitet werden. So gibt es Rezeptoren für Kälte, Wärme, Druck und Berührung, Vibrationen und Schmerz. Als feinster Sinn von allen gilt der Tastsinn. Der Mensch ist in der Lage, Gewichtsunterschiede von wenigen tausendstel Gramm zu empfinden. Unsere Haut ist nicht nur ein lebenswichtiges Schutzorgan, sondern auch eine Art "direkte Leitung" zu unserem Innersten. Wir sprechen davon, dass wir "aus der Haut fahren" oder etwas "hautnah" erleben. Die Haut ist auch das erste Sinnesorgan, mit dem das Baby seine Umwelt wahrnimmt und spielt in den ersten Lebensmonaten eine sehr wichtige Rolle für die Entwicklung. Hautkontakt ist nicht nur für die gesunde geistige und körperliche Entwicklung von Säuglingen eine wichtige Voraussetzung, sondern hat auch bei Erwachsenen einen heilsamen Effekt.

 

Heute kann ich mich konzentrieren auf das Tasten und Fühlen. Ich nehme wahr, was meine Haut fühlt, angefangen vom Wind, von der Wärme der Sonne, über kratzende Kleidung bis zu erfahrenen „Streicheleinheiten“. Mit den Fingern kann ich alltägliche Dinge abtasten, mit nackten Füßen vorsichtige Schritte tun und den Boden unter den Füßen spüren.

 

Es gibt Hände,

welche Sonnenstrahlen in sich tragen

und deren Berührung Wärme ins Herz bringt.

Helen Keller 1880-1968

 

Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die (Eltern), die den Säugling an ihre Wangen heben.

Hos 11,4

 


 

Gebet | Herr, öffne meine Hände und meine Füße

Herr, öffne meine Hände. Lass mich Menschen mit deiner Liebe umarmen. Lass mich aber auch annehmen, wenn deine Liebe mich umarmen will. Herr, lass meine Hände und meine Arme dir demütig dienen. Lass es mich lernen.

Herr, öffne meine Füße

Herr, öffne meine Füße. Meine nackten Füße wollen den Boden berühren. Dich spüren in Staub und Stein und Luft. Dich spüren in den warmen Sonnenstrahlen. Dich spüren im Wasser, Eis und Schnee. Meine Füße wollen zärtlich deine Schöpfung berühren, mich dir aussetzen. Du, der du in allem da bist, auch in der Erde.

 

Umarmen Sie doch mal wieder einen Menschen, der Ihnen nahe steht – danken Sie Gott für ihn/sie.

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