|
Mittwoch der
ersten Woche |
Accende lumen sensibus
Entzünde das Licht für die Sinne
Aus: Veni, Creator Spiritus; Hrabanus Maurus +856
Die Haut eines erwachsenen Menschen bedeckt, je nach
Körpergröße, eine Fläche von 1,5 bis 2 Quadratmetern. Ihr Gewicht macht etwa
ein Sechstel des Körpergewichts aus, im Durchschnitt 10 bis 12 Kilogramm. Sie ist
mit Abstand das vielseitigste unserer Sinnesorgane, denn hier sitzt mehr als
eine Sorte von Sinneszellen - die verschiedensten Empfindungen können
registriert und verarbeitet werden. So gibt es Rezeptoren für Kälte, Wärme,
Druck und Berührung, Vibrationen und Schmerz. Als feinster Sinn von allen
gilt der Tastsinn. Der Mensch ist in der Lage, Gewichtsunterschiede von
wenigen tausendstel Gramm zu empfinden. Unsere Haut ist nicht nur ein
lebenswichtiges Schutzorgan, sondern auch eine Art "direkte Leitung" zu
unserem Innersten. Wir sprechen davon, dass wir "aus der Haut fahren" oder
etwas "hautnah" erleben. Die Haut ist auch das erste Sinnesorgan, mit dem
das Baby seine Umwelt wahrnimmt und spielt in den ersten Lebensmonaten eine
sehr wichtige Rolle für die Entwicklung. Hautkontakt ist nicht nur für die
gesunde geistige und körperliche Entwicklung von Säuglingen eine wichtige
Voraussetzung, sondern hat auch bei Erwachsenen einen heilsamen Effekt.
Heute kann ich mich konzentrieren auf das Tasten und Fühlen.
Ich nehme wahr, was meine Haut fühlt, angefangen vom Wind, von der Wärme der
Sonne, über kratzende Kleidung bis zu erfahrenen „Streicheleinheiten“. Mit
den Fingern kann ich alltägliche Dinge abtasten, mit nackten Füßen
vorsichtige Schritte tun und den Boden unter den Füßen spüren.
Es gibt Hände,
welche Sonnenstrahlen in sich tragen
und deren Berührung Wärme ins Herz bringt.
Helen Keller 1880-1968
Mit menschlichen Fesseln zog ich sie an mich, mit den
Ketten der Liebe. Ich war da für sie wie die (Eltern), die den Säugling
an ihre Wangen heben.
Hos 11,4
Gebet | Herr, öffne meine Hände und meine Füße
Herr, öffne meine Hände. Lass mich Menschen mit deiner
Liebe umarmen. Lass mich aber auch annehmen, wenn deine Liebe mich
umarmen will. Herr, lass meine Hände und meine Arme dir demütig dienen.
Lass es mich lernen.
Herr, öffne meine Füße
Herr, öffne meine Füße. Meine nackten Füße wollen den
Boden berühren. Dich spüren in Staub und Stein und Luft. Dich spüren in
den warmen Sonnenstrahlen. Dich spüren im Wasser, Eis und Schnee. Meine
Füße wollen zärtlich deine Schöpfung berühren, mich dir aussetzen. Du,
der du in allem da bist, auch in der Erde.
Umarmen Sie doch mal wieder einen Menschen, der Ihnen nahe
steht – danken Sie Gott für ihn/sie. |