21. Februar 2007

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Aschermittwoch

Heute sind wir eingeladen, mit Asche in Berührung zu kommen. Ein großer Kontrast: hier das Feuer, das brennt; dort: das Häuflein kalter Asche, das übrigbleibt. Vielleicht ähnlich kontrastreich wie der Wechsel zwischen den tollen Tagen und dem heutigen Tag.

Ich komme mit der Asche in Berührung und stelle mich dem Zeichen: Was hat nicht alles im Leben feurig begonnen und ist dann ausgebrannt? Ich spüre die Asche und denke an das Feuer.

Ach, Mensch, gedenke: Du bist Staub, und was von deinen Vorsätzen, deinen Plänen, deinen Träumen, deiner Liebe, deinem Glauben bleibt, ist oft nur Asche!

Aber: ganz gleich wie negativ unsere Bilanz auch ausfällt, Gott versucht es immer wieder mit uns Menschen – weshalb sollten wir es nicht auch tun!

In den bevorstehenden 40 Tagen wollen wir nicht die Asche hegen, sondern uns auf das Feuer besinnen und es neu entfachen.

 

Lass mich langsamer gehen, Herr.

Entlaste das eilige Schlagen meines Herzens

durch das Stillhalten meiner Seele.

Lass meine hastigen Schritte stetiger werden

mit dem Blick auf die weite Zeit der Ewigkeit.

Lass mich langsamer gehen,

um die Blume zu sehen,

ein paar Worte mit einem Freund zu wechseln,

ein paar Zeilen aus einem Buch zu lesen.

Lass mich langsamer gehen, Herr, und gib mir den Wunsch,

meine Wurzeln tief in den ewigen Grund zu senken,

damit ich emporwachse zu meiner wahren Bestimmung.

Gebet aus Südafrika

 

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