Das Erschütternde und Unheimliche am Ende der Geschichte von
der Ehebrecherin scheint mir dies zu sein: Ich verurteile dich nicht, bevor
er davon weiß, dass diese Frau nicht mehr sündigen wird. Haben wir dies
einmal in unsere Situation übersetzt?
(Karl Rahner)
Ich muss nicht an meiner Schwachheit und meinen Fehlern
verzweifeln; ich bin trotz meiner Schwachheit und Fehler geliebt und
angenommen, und darf auf Vergebung hoffen
Die Freude, für die die Ehebrecherin kaum Worte findet, ist
der Inbegriff der Freude, wie sie jeder empfinden muß, der durch ein
vergebendes Wort Christi geheilt und gerettet wird.
(Carlo M. Martini. Seht, welch ein Mensch)