Die Sonntage der Fastenzeit sind als Gedächtnistage der
Auferstehung Jesu vom Fasten ausgenommen.
Heute darf ich „ausruhen“ auf unserem Weg zu den Quellen des
Lebens.
„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht
vertrieben werden können.“
(Jean Paul)
Ich kann den Tag nutzen, um mein Gedächtnis mit Wahrem und
Schönem zu füllen. Eine Schatzkammer, die mir niemand nehmen kann.
Zum Sehen geboren,
zum Schauen bestellt,
dem Turme geschworen,
gefällt mir die Welt.
Ich blick in die Ferne,
ich seh in der Näh
den Mond und die Sterne,
den Wald und das Reh.
So seh ich in allen die ewige Zier, und wie mir's gefallen,
gefall ich auch mir.
Ihr glücklichen Augen,
was je ihr gesehn,
es sei, wie es wolle,
es war doch so schön.
(Johann Wolfgang von Goethe)